Johannes Floehr « HerrSalami.de – Johannes‘ Blog.

Johannes
Floehr
, Baujahr 1991. Repräsentiert Deutschland.

Biografie

Johannes Floehr, der junge Quotendeutsche aus Krefeld, bereichert mit seinem unvergleichlichen Charme und seiner noch viel unvergleichlicheren Mütze die Lesebühne ungemein. Erst Ende 2010 wuchs in ihm der Wunsch, mit seinen Werken auf die Bühne zu gehen. Und obwohl er erst seit so kurzer Zeit in der Poetry Slam-Szene aktiv ist, konnte er schon weit über zwei (!) Poetry Slams gewinnen. Inzwischen hat er sich also längst einen Namen gemacht, den er jedoch schon seit seiner Geburt trägt: Johannes Floehr. Mit oe und h, aber ohne ö. Diesen Namen muss man sich merken, damit man ihn nicht vergisst.

Johannes, wie ist die Idee zu „Zwei Ossis und ihr Johannes“ entstanden?

Es war einmal in einer dreckigen Kneipe. Ein junger, gutaussehender Nachwuchs-Goethe mit Brille lag unter dem Tisch, würgte auf den PVC-Bodenbelag und drückte seine Zigarette im Erbrochenen aus. Ein paar Kneipenschluffis hatten das Schauspiel beobachtet, sie spendeten nun einen ehrlichen Applaus. Minutenlang. Unser Held verbeugte sich und schrieb ein paar Autogramme auf Bierdeckel, Bierflaschenetikette und Dekolletees. Unter den Autogrammwünschern waren auch zwei Typen, die sich ungefragt und ehrfürchtig vorstellten. Der eine sagte: „Guten Tag, mein Name Ilja“ und der andere „Heeee, ich bin der Sushi!“. Da bekam unser Schiller in spe ein wenig Angst. „Oh nein, Ausländer! Ein Russe und ein kroatischer Japaner, oweiowei!“, dachte er. Doch seine Vorurteile wurden nicht bestätigt, im Gegenteil. Er bekam Bier um Bier ausgegeben, die beiden waren nämlich seine größten und reichsten Fans. Nach einigen Getränken offenbarten sie ihm, dass auch sie Schreiberlinge und Autoren wären. Und die Texte gefielen ihm ausnahmsweise gut! Der eine klang wie Wladimir Kaminer, der andere wie ein besoffener Rapper. Da sagte der Russe: „Ich hasse Wladimir Kaminer!“ und der kroatische Japaner fügte hinzu: „Ich bin nüchtern und komme aus dem Heavy Metal!“ – das klingt lustig, sagte unser Brillenfreund. Lass uns eine Lesebühne gründen, schlug er klug und in Bierlaune vor. Und wenn sie nicht betrunken sind, so lesen sie noch heute.

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