Archiv der Kategorie 'Fundgrube'

Rätsel für Nazis

[via NPD Berlin]

Kreisky – Scheiße, Schauspieler

13 Jahre

Hasenmusik

Da wo die Schiffe fahren!

Grand Prix der Folkmusik

Wie selbst meine Großmutter weiß, steigt am Samstag der lustige „Eurovision Song Contest“ in Düsseldorf. Die Aufregung ist groß, schließlich kann Düsseldorf damit der Partnerstadt Köln mit seinem „Christopher Street Day“ in Sachen Schwulen-Messe erstmals Paroli bieten. Der semi-offizielle Eurovisionsblog „HerrSalami.de“ blickt exklusiv auf die wichtigsten Teilnehmer und bewertet ihre Siegeschancen. Exklusiv! Semi-offiziell! Je häufiger man ein Adjektiv verwendet, desto wichtiger wird es! Groß! Lustig! Schwul! Kommen wir aber ohne Umschweif nun zu den Teilnehmern.
(weiterlesen…)

Das mit dem Kapitalismus ist undankbare Lethargie in diesen Tagen

Die Österreicher von „Ja, Panik“ sind nicht nur die einzigen Menschen der Welt, denen ich das Mischen von Deutsch und Englisch nicht übel nehme. Nein, sie sind mit ihrem aktuellen Album „DMD KIU LIDT“ (wahrscheinlich: Die Manifestation des Kapitalismus in unserem Leben ist die Traurigkeit) auch ganz heiße Anwärter auf den Titel „Langspielplatte des verdammten Jahres 2011″. Das Cover hielt ich erst für ungewöhnlich hässlich, denn es zeigt ein halbmilchiges Spiegelbild der eigenen Fresse. Nach mehrmaligem Anhören ergibt das erstaunlich viel Sinn. Ich bitte darum, sich das Titellied einmal komplett anzuhören:

Epochal! Das haut ins Maul. Am Ende verspricht der Sänger, dass noch Strophen kommen, an denen ihm „mehr als an allen anderen liegt“ – was auf dem Album folgt, ist minutenlange Stille. Clever. Falls irgendjemand auf dieser Welt gerade versucht, den Zeitgeist irgendwie musikalisch einzufangen: wird ganz schön schwierig, das hier zu toppen. Schapoh!

Der aktuelle Konzerttipp

(aus „Intro“ #190)

Von der Schublade ins Präsens

Johannes, immer lesen wir hier nur Aktuelles von dir. Es ist zu erwarten, dass du bereits vor deiner ganz persönlichen Erfindung des Internets geschrieben, gemalt und gemacht hast. Sag uns doch endlich einmal, was du in deiner Schublade versteckst!
Hallo, ja, das stimmt. Und weil heute so ein gutes Wetter ist, kann ich ausnahmsweise mal eine Ausnahme machen. Hier, das allererste Fundstück aus dem Sommer des sommerreichen Jahres 2002, „Affis Zeitung“:

So so; es ist anzunehmen, dass das frech und kopfüber „Hallo!“-sagende Etwas am linken Rand dieser ominöse und namensspendende „Affi“ ist, aber, teile deine Biografie doch, verrate uns, wer dieser Affi ist und warum er eine Publikation mit seinem Namen besaß. Nicht einmal Bob Dylan oder Helmut Schmidt haben eine eigene Zeitung!
Weit gefehlt. Helmut Schmidt hat den „Spiegel“ und Bob Dylan den „Rolling Stone“, aber darum soll es nicht gehen. „Affi“ ist ein kaputt geschmuster Kuscheltier-Affe, welchen ich zu meiner Geburt erhielt. Die Löcher an seinem Körper zeigen, dass ich ihn regelmäßig mit Liebe und großem Einsatz meiner Backen mit mir in einem Bett habe schlafen lassen.

Schön, so muss Liebe sein! Aber „Affis Zeitung“ hatte doch nicht bloß eine Überschrift, wir wollen Rubriken, Inhalte und kindgerechte Witze sehen!
Jaja. Hier kommt das, hihihi, „Wetta“. Denn „Affis Zeitung“ verstand sich auch als tagesaktuelles Informationsflagschiff.

Was hattest du damals in Erdkunde? Oder in Deutsch? Oder Kunst?
Jajajaja. Kommen wir zu Vergnüglicherem. Die erste Ausgabe von „Affis Zeitung“ erschien während der Fußball-Weltmeisterschaft 2002 und das scheint Spuren hinterlassen zu haben. Auch bei Affi. Anders ist folgende Berichterstattung nicht zu rechtfertigen:

„Mit 9:0 fegte Affi Afrika vom Platz“ konnten die fußballinteressierten Affi-Interessenten damals lesen. Neununddreißig Torschüsse benötigte Affi hierfür! Interessant und von Interesse. Immerhin als Randnotiz wurde notiert, dass der Spieler „Arsch“ von „Tuneseien“ mit einer Strafe von 50 Cent belegt worden ist, da er „im letzten Spiel den Affi berührt haben [soll], worauf er nicht gelb bekam“.
Rechtschreibfehler, Rassismus, flache Witze. Man darf enttäuscht sein, oder?
Wieso, es hat sich schließlich nichts geändert. Ich schreibe doch immer noch so.
Stimmt.
Nächstes Filetstück: ein Witz über einen ehemaligen Torhüter.

Genial daneben! Eindeutig Afrika, nicht Oliver Kahn. Was mir aber jetzt bereits auffällt: sehr viel Negerei lässt sich in „Affis Zeitung“ entdecken.
Durchaus, durchaus! Aber, jetzt noch ein bisschen humorige Kunst mit der „Monster-Parade“:

Gute Güte. Ein Kot-“Haufen“, „Schissi“ und „Kotz“. Die Sonne heißt „Helli“. Einfallsreich ist das nun wirklich nicht.
Ich war erst elf Jahre alt, mein Gott, da darf man auch mal seinem Alter entsprechend schreiben. Aber das soll es nun wirklich gewesen sein, bevor noch mehr Peinliches das grelle Licht der Welt erblickt. Ich schließe natürlich mit der letzten Seite von „Affis Magazin“:

(diese Serie wird vielleicht weitergeführt.)