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Archiv der Kategorie 'Fundgrube'

Rätsel für Nazis

[via NPD Berlin]

Kreisky – Scheiße, Schauspieler

13 Jahre

Hasenmusik

Da wo die Schiffe fahren!

Grand Prix der Folkmusik

Wie selbst meine Großmutter weiß, steigt am Samstag der lustige „Eurovision Song Contest“ in Düsseldorf. Die Aufregung ist groß, schließlich kann Düsseldorf damit der Partnerstadt Köln mit seinem „Christopher Street Day“ in Sachen Schwulen-Messe erstmals Paroli bieten. Der semi-offizielle Eurovisionsblog „HerrSalami.de“ blickt exklusiv auf die wichtigsten Teilnehmer und bewertet ihre Siegeschancen. Exklusiv! Semi-offiziell! Je häufiger man ein Adjektiv verwendet, desto wichtiger wird es! Groß! Lustig! Schwul! Kommen wir aber ohne Umschweif nun zu den Teilnehmern.
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Das mit dem Kapitalismus ist undankbare Lethargie in diesen Tagen

Die Österreicher von „Ja, Panik“ sind nicht nur die einzigen Menschen der Welt, denen ich das Mischen von Deutsch und Englisch nicht übel nehme. Nein, sie sind mit ihrem aktuellen Album „DMD KIU LIDT“ (wahrscheinlich: Die Manifestation des Kapitalismus in unserem Leben ist die Traurigkeit) auch ganz heiße Anwärter auf den Titel „Langspielplatte des verdammten Jahres 2011″. Das Cover hielt ich erst für ungewöhnlich hässlich, denn es zeigt ein halbmilchiges Spiegelbild der eigenen Fresse. Nach mehrmaligem Anhören ergibt das erstaunlich viel Sinn. Ich bitte darum, sich das Titellied einmal komplett anzuhören:

Epochal! Das haut ins Maul. Am Ende verspricht der Sänger, dass noch Strophen kommen, an denen ihm „mehr als an allen anderen liegt“ – was auf dem Album folgt, ist minutenlange Stille. Clever. Falls irgendjemand auf dieser Welt gerade versucht, den Zeitgeist irgendwie musikalisch einzufangen: wird ganz schön schwierig, das hier zu toppen. Schapoh!

Der aktuelle Konzerttipp

(aus „Intro“ #190)

Von der Schublade ins Präsens

Johannes, immer lesen wir hier nur Aktuelles von dir. Es ist zu erwarten, dass du bereits vor deiner ganz persönlichen Erfindung des Internets geschrieben, gemalt und gemacht hast. Sag uns doch endlich einmal, was du in deiner Schublade versteckst!
Hallo, ja, das stimmt. Und weil heute so ein gutes Wetter ist, kann ich ausnahmsweise mal eine Ausnahme machen. Hier, das allererste Fundstück aus dem Sommer des sommerreichen Jahres 2002, „Affis Zeitung“:

So so; es ist anzunehmen, dass das frech und kopfüber „Hallo!“-sagende Etwas am linken Rand dieser ominöse und namensspendende „Affi“ ist, aber, teile deine Biografie doch, verrate uns, wer dieser Affi ist und warum er eine Publikation mit seinem Namen besaß. Nicht einmal Bob Dylan oder Helmut Schmidt haben eine eigene Zeitung!
Weit gefehlt. Helmut Schmidt hat den „Spiegel“ und Bob Dylan den „Rolling Stone“, aber darum soll es nicht gehen. „Affi“ ist ein kaputt geschmuster Kuscheltier-Affe, welchen ich zu meiner Geburt erhielt. Die Löcher an seinem Körper zeigen, dass ich ihn regelmäßig mit Liebe und großem Einsatz meiner Backen mit mir in einem Bett habe schlafen lassen.

Schön, so muss Liebe sein! Aber „Affis Zeitung“ hatte doch nicht bloß eine Überschrift, wir wollen Rubriken, Inhalte und kindgerechte Witze sehen!
Jaja. Hier kommt das, hihihi, „Wetta“. Denn „Affis Zeitung“ verstand sich auch als tagesaktuelles Informationsflagschiff.

Was hattest du damals in Erdkunde? Oder in Deutsch? Oder Kunst?
Jajajaja. Kommen wir zu Vergnüglicherem. Die erste Ausgabe von „Affis Zeitung“ erschien während der Fußball-Weltmeisterschaft 2002 und das scheint Spuren hinterlassen zu haben. Auch bei Affi. Anders ist folgende Berichterstattung nicht zu rechtfertigen:

„Mit 9:0 fegte Affi Afrika vom Platz“ konnten die fußballinteressierten Affi-Interessenten damals lesen. Neununddreißig Torschüsse benötigte Affi hierfür! Interessant und von Interesse. Immerhin als Randnotiz wurde notiert, dass der Spieler „Arsch“ von „Tuneseien“ mit einer Strafe von 50 Cent belegt worden ist, da er „im letzten Spiel den Affi berührt haben [soll], worauf er nicht gelb bekam“.
Rechtschreibfehler, Rassismus, flache Witze. Man darf enttäuscht sein, oder?
Wieso, es hat sich schließlich nichts geändert. Ich schreibe doch immer noch so.
Stimmt.
Nächstes Filetstück: ein Witz über einen ehemaligen Torhüter.

Genial daneben! Eindeutig Afrika, nicht Oliver Kahn. Was mir aber jetzt bereits auffällt: sehr viel Negerei lässt sich in „Affis Zeitung“ entdecken.
Durchaus, durchaus! Aber, jetzt noch ein bisschen humorige Kunst mit der „Monster-Parade“:

Gute Güte. Ein Kot-“Haufen“, „Schissi“ und „Kotz“. Die Sonne heißt „Helli“. Einfallsreich ist das nun wirklich nicht.
Ich war erst elf Jahre alt, mein Gott, da darf man auch mal seinem Alter entsprechend schreiben. Aber das soll es nun wirklich gewesen sein, bevor noch mehr Peinliches das grelle Licht der Welt erblickt. Ich schließe natürlich mit der letzten Seite von „Affis Magazin“:

(diese Serie wird vielleicht weitergeführt.)

Unbekannte, aber sehr gute Musiker aus den Niederlanden [3]

Den dritten Teil meiner neuen Lieblingsrubrik feiern wir mit Gerd Damen:

Unbekannte, aber sehr gute Musiker aus den Niederlanden [2]

…und heute: Stef Ekkel!

Unbekannte, aber sehr gute Musiker aus den Niederlanden [1]

Teil 1 meiner neuen Serie: Richard Pertijs.

Wo ist der Hase, ich weiß von nichts!

Ja, Zahnärztin!

Warum Helge Schneider der Beste und Nina Ruge die Unbeste ist:

Ein bisschen Politik

Heinzer for Bürgermeister! Now!

24.12.

(kauft euch alle Bücher von Hugleikur Dagsson, danke. Und Frohes Fest!)

Dunkelrätseldeutschland

Weil ich das hier regelmäßig voller Grinsen lese, habe ich mir gestern die SportBILD gekauft, wofür man mich bitte zurecht ächten soll. Aber darum soll es nicht gehen. Denn heute habe ich versucht, Zeitvertreiberei mit dem heftinternen Kreuzworträtsel zu betreiben, aber ein einer Stelle kam ich nicht weiter, vielleicht können mir meine überdurchschnittlich klugen Leser helfen?


(Quelle: SportBILD 49/10, Seite 64)

Es ist doch „Neuer“ gesucht, oder? Toll von den Arschlöchern der SportBILD, dass sie dem Rätselnden die Wahl lassen, ob man an der leeren Stelle ein „u“ oder doch lieber ein „g“ platziert. Einen Preis kann man übrigens auch gewinnen: ein Rasierer der Marke „Braun“ ist als Gewinn ausgelobt. Durchaus den ein oder anderen Schmunzler wert.

Und, weil mir danach ist, hier ein vergleichbarer Ausschnitt einer BRAVO aus dem Jahre 1978 (wir erinnern uns):


(Quelle: BRAVO 38/78, Seite 58)

Mir ein Rätsel.

Fick dich, Hannah Montana!

Zu den schönsten Dingen, mit denen man die Zeit überholen kann, gehört das Ansehen alter Fernsehserienintros. Intros alter Cartoonserien, wie sie damals so unschuldig und fern aller Sorgen über die Röhrenfernseher flimmerten. Wenn man beim Anschauen der Anfangsmelodien von „Duck Tales“, „Käpt‘n Balu“ und „Rockos modernes Leben“ Gänsehaut bekommt, dann hat man als Kind in den 90ern so einiges richtig gemacht. Da gab es „Chip & Chap“, wo Ahörnchen und Behörnchen Detektive spielen und als „Ritter des Rechts“ bösen Schurken auf den Kopf hauen. „Boings“ haben die Bösewichter dann gemacht. Damit waren sie besiegt. Tatort für Kinder. Wie großartig das alles früher war. Oder: „Zwo, Eins, Risiko“! Darkwing Duck! Oder die Gummibären! Sie waren immer für dich da, wenn du sie brauchtest. Disney war damals noch so ein sympathisches Unternehmen. Die iPhone-Kinder von heute wissen ja gar nicht, was sie verpassen. Ich möchte hier aber gar nicht weiter schwafeln, denn: ältere Leser werden mit diesen Zeilen nichts anfangen können und diejenigen, die jetzt im Kopf „Ooooh, ja! Duck Tales! Yuppie!“ schwärmen, denen möchte ich nicht weiter Zeit rauben. Denn die Zeit braucht ihr, meine Freunde, für dieses Video, mit dem garantiert jede Langweiligparty und noch so ansatzlose Gesprächsrunde in ein großes Freudenkonzert verwandelt wird:

http://www.youtube.com/watch?v=GsNr1sHCIzg (Einbetten geht nicht, aber klickt kollektiv auf diesen Link, bitte!)

Schnüff.

Die teuersten Produkte bei Amazon

Viermal hintereinander im Lotto gewonnen? Oder einen Goldschatz gefunden? Bill Gates geheiratet? Oder einfach nur auf der Suche nach einem Weihnachtsgeschenk? Es muss ja nicht immer ein Wochenendurlaub in Cannes sein. Hier die aktuellen Schnäppchen von Amazon.de:

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(Alle Preisangaben inkl. MwSt. / Stand: 10.11.2010)

Top 5 der dümmsten Tweets von Dr. Kristina Schröder

Kabarettisten sagen, dass es gefährlich ist, wenn Politiker sagen, was sie wirklich denken. Ein besonderes Beispiel für diese These ist Dr. Kristina Schröder – Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Ihr oft Dummes und selten Schlaues Interview im heutigen SPIEGEL (und auch das hier) hat mich dazu bewegt, mir mal anzusehen, was die bürgernahe Sympathieträgerin im Netz so an Stuss verteilt. Ich wurde fündig. Zum Beispiel voll cool jugendlich und modern bei Twitter. Hier meine persönliche Top 5 ihrer Tweets.

Aber: Eine Familie in Hartz IV, 2 Kinder, erhält inkl. Elterngeld 1885 € vom Staat. Netto! Ist das gerecht gegenüber denen, die wirklich arbeiten?
6:11 PM Jun 7th via Twitter for BlackBerry®

Sie erhält als Ministerin 12.860€ vom Staat. Netto! Pro Monat! Plus Nebenverdienste! Ist das gerecht gegenüber denen, die arbeiten?

Fahre gerade von „Hart aber fair“ nach Hause. Meine Eltern sind zufrieden, dann ist ja alles gut :-)!
7:30 PM Nov 3rd via Twitter for BlackBerry®

Fanden andere jetzt nicht so :-)!

Komme gerade von der Eröffnung der „Respect-Gaymes“, bei der Heterosexuelle gegen Homosexuelle Fussball spielen.
7:53 AM Jun 5th via Twitter for BlackBerry®

Jetzt dürfen nur nicht die schwulen Mannschaften auf den letzten Plätzen landen, schliesslich sollen ja Vorurteile widerlegt werden ;-).
7:54 AM Jun 5th via Twitter for BlackBerry®

Freiwillig komisch oder unfreiwillig dumm ;-)?

Heute morgen bei der Kika-Sommertour in Wiesbaden durfte ich mit meinen (früheren) Idolen Ernie und Bert auf der Bühne stehen!
6:16 PM Aug 22nd via Twitter for BlackBerry®

Das hat Bert nicht verdient! Ernie vielleicht, aber hmm, nein, auch er nicht. Wozu eigentlich die Klammern?

Wurde heute bei einem Termin in Rosenheim in Bayern von Redakteuren von „Extra 3″, meiner Lieblings-Satiresendung, erwischt.
Donnerstag, 29. Juli 2010 20:59:41 via Twitter for BlackBerry®

Ich hoffe, ich konnte mich einigermassen wacker schlagen…
Donnerstag, 29. Juli 2010 21:00:08 via Twitter for BlackBerry®

Naja.

Aber schon irgendwie süß, die Kristina. Mal sehen, was aus ihr wird, wenn sie groß geworden ist.

Alljährliche Gruselei

(kaut euch alle die Bücher von Hugleikur Dagsson, danke.)

Der tausendjährige Hasselhoff

Nanu, wer schaut denn da so muskulös und fröhlich in die Kameralinse, ohne zu merken, dass sein Orangensaftglas Sekundenbruchteile nach dem Foto überlaufen wird? Es ist David Hasselhoff, die geile Peinlichkeitskoryphäe. Mit seinen Krausellocken, seinem unfassbar männlichen Körper und nicht zuletzt seiner großartigen Sopranstimme rettete er die DDR, Ertrinkende vor dem Tod und in „Knight Rider“ sogar sprechende Autos vor der Abwrackprämie. Wenn all die gemeinen Gerüchte stimmen, hatte Hasselhoff in diesem Lande mehr sehr viele Fans. Mehr als die ihm zustehenden drei oder vier. Unmöglich! Wie konnte das passieren? Im Geschichtsunterricht rätseln diejenigen, die zu seinem Karrierehöhepunkt gezeugt worden sind: er soll die Unzufriedenheit der Menschen ausgenutzt haben. Außerdem soll er clevere Propagandaminister (RTL, Pamela Anderson, Helmut Kohl) an seiner Seite gewusst haben. Zudem vermittelten seine Muskeln ein nicht mehr gekanntes Gefühl von Stärke. Ein Mann des Volkes eben! Genau das, was Deutschland zu dieser Zeit brauchte. Heute distanziert sich die Plebs: man habe ja gar nicht gewusst, dass da noch so viel Scheiße folgen würde! Und „Looking For Freedom“ haben nur die Nachbarn gekauft!

Doch nun ist alles zu spät: der Ruf Deutschlands ist auf lange Zeit ruiniert. Noch immer glauben vier Viertel aller Amerikaner, dass alle Deutschen David Hasselhoff lieben. Immer wieder versuchen die Deutschen, die Hasselhoffaffinität zu leugnen. Wöchentlich hängen die großen Elektronikmärkte die Verkaufscharts aus Amerika in ihren Geschäften auf, damit sich der Kunde im CD-Regal nicht vergreift. Lady Gaga, Rihanna und Eminem fliegen so mit zweiwöchiger Verspätung auf die höchsten Positionen in den VIVA Top 100, damit, falls ein Amerikaner mal versehentlich vorbeizappt, der Eindruck gewonnen wird, auch die Deutschen würden angesagte, coole Musik hören. Verzweifelt auch die mittelalte Frau, die mir auf dem Trödelmarkt ein spannendes, historisches Relikt aus dem Hasselhoff’schen Fundus für symbolische fünfzig Cent verkaufte: „Body Watch – Mein ganz persönliches Fitnessprogramm“ aus den frühen Neunzigern. Doch blättern wir doch gemeinsam ein paar Stunden in dem bunten Gutelaunebuch:

Auf 98 Seiten erklärt hier der Meister selbst, wie man es schafft, supercool und toll zu werden. Orangensaft und zu enge grüne T-Shirts mit Hosenträgern sind da nur zwei Tipps. „Liebe Freunde!“ schreibt er gleich zu Beginn. Schnelles Ankuscheln an den Leser; Wahnsinn, ein cleverer Menschenverführer, dieser Hasselhoff. Scheint ja doch ein netter Kerl zu sein. Anschließend zwei Seiten bescheidene Lobhudelei:

„Als ich noch ein Kind war, träumte ich davon, einmal ein Rock-Star zu sein. Ich hätte mit jedem gewettet, dass ich es schaffe. Und ich habe es geschafft. Dann träumte ich davon, einmal ein berühmter Schauspieler zu werden. Ich habe es geschafft!“ (Seite 7)

Respekt! Einer, der sich durchbeißt! Kein Wunder, dass die Berliner Mauer keine Chance gegen Muskeldavid hatte! Es folgen viele wichtige, bisher unausgesprochene Weisheiten. Joggen ist gesund. Wasser trinken ist gesund. Skateboarden ist cool. Muskeln sehen tierisch geil aus. Klimmzüge sind männlich. Fotos im Whirlpool steigern die Buchauflage Woher wusste Hasselhoff das alles? Üblicherweise bekommen Menschen die Weisheit doch erst gleichzeitig mit den grauen Haaren. Aber wer denkt, dass der schlaue David deswegen immerzu froh war, der täuscht sich:

„Es half mir wenig, dass ich bei den Girls recht gut ankam, denn das förderte erst recht den Neid meiner Klassenkameraden.“ (Seite 19)

Der endgültige Beweis: ja, ein feiner Kerl, dieser David! Hallo Jugendliche und Junggebliebene der 90er, ich kann euch alle verstehen! Prima, der Hasselhoff, wirklich prima! Und auch hier eine Erklärung dafür, wie er es schaffte, das geteilte Deutschland wieder zusammenzupuzzeln: mit neidischen Heinis hatte er bereits in seiner Jugend einige Erfahrungen gemacht.

In seinem Buch erklärt der Chefdenker dann noch ein bisschen, wer und was ihm alles dabei hilft, Welt und Universum zu retten: Disziplin, grenzenloser Wille, Heinz Altieri. Altieri war zu dieser Zeit Hasselhoffs Fitnesstrainer, aber noch schöner ist es, wie dem Leser dieses Faktum mittels einer Bildunterschrift untergejubelt wird:

„Fitnesstrainer Heinz Altieri. Er bringt David „in Form“.“ (Seite 24)

(Weil ich keine Lust mehr habe, überspringen wir ein paar Seiten und finden uns am Ende des Buches wieder:) Und jetzt, wo David dank Sport und Orangensaft „in Form“ ist, kann er endlich auch so tun, als wäre er ein echter Rettungsschwimmer. Im hinteren Teil des Buches warten dann also die schönsten Aufnahmen des Ausnahmemenschen Hasselhoffs auf weibliche und homosexuelle Leser: David joggt und schwimmt sinnlos (und oberkörperfrei) durch Malibu! Gewiss könnte ich auch diese Fotos abfotografieren, aber wer am halbnackten Hasselhoff interessiert ist, soll sich die Hasselhoffbibel selber kaufen. Aber nachher nicht wieder so tun, als wärt ihr unschuldig! Don‘t hassel the Hoff! Vielleicht hat die Nachbarin ja noch ein Exemplar unter dem Ehebett. Oder ihr Ehemann.

Danke für alles, David Hasselhoff!

Mein Nachbar, die Bestie

Hallo Gesellschaft. Verzeihung. Ich muss jetzt kurz gute Launen und grinsende Gesichter gefährden, aber bitte das hier mal angucken:

Schon eine Leistung, Herr Rechtsanwalt, wenn der schrecklichste Mensch bei „Markus Lanz“ mal nicht der Gastgeber selbst ist. Und ich möchte die Nazikeule heute ausnahmsweise mal nicht schwingen, aber was die Dame da am Ende des Beitrages zeigt, ist ebenfalls sehr gruselig.

Immer wieder Müll

Kurswechsel bei den Linken

[gefunden von Annika]

Der tanzende erhobene Zeigefinger

Was ihr nun seht, liebe Freunde, ist ein Video eines Überlebenden des Konzentrationslagers Auschwitz. Er tanzt mit seinen Enkeln und Urenkeln zu „I Will Survive“. Ich verneige mich, ziehe meinen Hut und sende Applaus. Das hier ist nicht makaber und erst recht nicht falsch; im Gegenteil: es läuft mit offenen Armen auf einen zu.

what do you want?

Are we just yolks?

Tööööör!

Gerade auf 3sat. Habe den 1ö1. Teil nicht gesehen, aber 1ö2 ist prima.

Neue Fachmänner braucht das Land

[Dank an Anna!]

Guten Morgen! [3]

Guten Morgen! [2]

[Quelle: Pixelio.de]

Guten Morgen!

(aus dem Film „Factotum“, der auf dem gleichnamigen Roman von Charles Bukowski basiert. Applaus!)

Hey, little gentleman, having a good time, I hope?

Bass, Bass!

Where ever we go, we celebrate!

Piraten finde ich pauschal doof, so wie ich früher schon Cowboy und Indianer nicht leider konnte. Solche Leute stecken bei mir alle in der gleichen Schublade; da wo auch Johnny Depp seit dieser Trilogie dieses Piratenscheißfilms steckt. Aber Seefahrer an sich sind okay. Schiffe sowieso. Und deswegen werden wir jetzt gemeinsam mit der sensationellen irischen Band The Pogues (mit dem sensationell kaputten Shane MacGowan!) und ihrem Welthit „Thousands Are Sailing“ von Dublin aus nach Amerika emigrieren. (Irgendein Heini hat bei YouTube ein paar Fotos aus seinem Irlandurlaub zusammengepuzzelt und die Bilderserie dann mit diesem Lied unterlegt. Und das ist nicht so unspannend wie es sich anhört. Ich hätte jetzt gern Urlaub.) And we dance! Alle Landratten, die das doof finden, brauchen nicht mitsegeln. Ihr könnt euch ja nächstes Karneval wieder als Piratcowboyindianer verkleiden. Alle Mann und Frau an Deck! Ahoi!

Ich gebe euch Gänsehaut!

Ich habe jetzt etwa fünf verschiedene Blogeinträge bzw. -geschichten angefangen, aber alle verworfen, weil mir letztlich doch keine gut gefiel. Das ärgert mich sehr, aber folgende Themen sind (aus verschiedenen Gründen; Hauptgrund: Kreativitätsblockade) unter anderem durchgefallen: Abseitsfallen im echten Leben, „Bitte nicht im Stehen pinkeln“-Karikaturen, der Dinslakener Stadtteil Hiesfeld. Dann eben nicht. Es hätte so spaßig sein können. Stattdessen hier jetzt die Band „Gänsehaut“ mit ihrem Welterfolg „Karl der Käfer“. Er wurde nicht gefragt. Und dann hat man ihn fortgejagt. Skandal. Rettet die Wälder! Rettet die Käfer! Rettet alles!

Danke, Andrei Ternowski!

Text?Chatroulette ist ein Chatraum mit zufällig ausgewählten Chatpartnern. Mit Ton, Bild und Chatfenster. Meistens bekommt man dort die Selbstbefriedigung des Mannes präsentiert, ohnehin ist der Männeranteil dort außergewöhnlich groß. Wer Chatroulette bereits genutzt hat, wird dies bestätigen können – und der Rest kann es ausprobieren, wobei ich natürlich keine Beschwerden entgegen nehme: ja, ich weiß, da sind dauernd welche am wichsen, ich habe euch gewarnt. Bäh. Aber Chatroulette kann auch ziemlich knülle sein, aber mehr dazu in Absatz zwei. Und der kommt jetzt:

Ein Internetmensch mit dem Internetnamen „Merton“ kann gut Klavier spielen, improvisieren und witzig sein. Er setzt sich also an sein Piano, klickt sich durch die Chatpartner und singt dann spontan dazu was. Äußert lustig, weil authentisch. Wer gute Musik mit Spontanität und Humor verbinden kann, hat ja sowieso schon gewonnen, siehe zum Beispiel Helge Schneider.

Bevor ihr weiterlest, solltet ihr wenigstens kurz mal auf den Merton-Link klicken und gucken, was der für euch abliefert.

So, die braven Leser haben sich das jetzt sicher angeschaut und tollen Leuten wird aufgefallen sein, dass der Kerl aussieht wie Ben Folds. Und dass er klingt wie Ben Folds. Und dass er so gut Klavier spielt wie Ben Folds. Und so lustig ist wie Ben Folds. Merton und Ben Folds sind aber eben nicht ein und die selbe Person, sondern zwei verschiedene Menschen mit ähnlichen Genen (oder so), ha! An dieser Stelle könnte die Geschichte zu Ende sein. Aber Ben Folds hat mitbekommen, was dieser Merton so macht und da wollte er den Spökes auch mal ausprobieren.

So entstanden auf einigen Folds-Konzerten quer durch die USA „Ode to Merlin„-Videos, auf denen er die geniale Idee Mertons live vor tausenden Leuten umsetzt. Großartig, großartig, großartig. Es ist gleich halb vier Uhr morgens und mir fällt da jetzt nicht mehr viel zu ein, aber die Videos sprechen für sich. Guckt sie euch einfach alle an und ihr werdet das auch so verstehen.

Was ich hingegen nicht verstehe: wenn ich bei Chatroulette unterwegs bin, sehe ich nur die bereits erwähnten Handarbeiter. Nie Ben Folds oder Merton. Alter Freund Gerechtigkeit, wo bist du?

Ostern: froh!

Fische bei die Butter!

Heute ziehe ich mich aus! Und ich zeige euch alles, was im verdammten Scheißinternet NUR ICH sehe! Wahnsinn! Endlich mal was Privates hier im Blog!

SchülerVZ:

Facebook:

LastFM:

Blog:

Amazon:

Und das hat jetzt auch alle interessiert! Aber eine tolle Möglichkeit für Moritz, Tassilo und Rike, mal in diesem Blog erwähnt und gegrüßt zu werden. Hallo! Jetzt muss ich aber schnell wieder zu Facebook, Freundschaftsanfragen ablehnen. Aber wer ist Lennart J.?

Eigentlich wollte ich diesen Eintrag mit einem lustigen Wortspiel schmücken, aber mir fiel nichts ein.

Voll geil: die heutige Startseite von Wikipedia:

Normalerweise tragen solche witzigen Gesichtsvergleiche die Überschrift „Bei der Geburt getrennt“. Hier natürlich nicht.

(links Guido im Jahr 1984, rechts Matthias ein paar Jahre später.)

Hören und gucken: Uniform Motions

Vor fast etwa ziemlich genau einem Jahr habe ich an dieser Stelle auf die immer noch tolle kanadische Band The Wind Whist­les aufmerksam gemacht. Und die sind auf dem Netlabel mit dem netten Namen „aaahh re­cords“. Dort gibt es immer wieder schöne und kostenlose Musik, zum Beispiel auch eine feine EP der Schwedin Emilie Lund. Aber um die soll es hier nicht gehen. Denn ich habe neben diesen zwei guten Künstlern auch noch eine sehr gute Band gefunden, die ich hier jetzt mal aus reiner Nettigkeit vorstellen möchte: Uniform Motions.

Uniform Motions sind drei junge Franzosen, die nicht nur Musik machen, sondern auch prima zeichnen und illustrieren können (was mich an Chad VanGaalen erinnert, aber das nur so am Rande). So gibt es nicht nur Musik, sondern auch ein Comicbuch und selbstkreierte Videos. Für jedes Lied je ein Comic bzw. Video! Und das alles „natürlich“ gratis – wobei man auch einen symbolischen Preis für dieses Stück Kunst zahlen kann. Tolle akkustische und nachdenkliche Musik, die untrennbar mit dem Visuellen verbunden ist. Passend also der Titel des diesjährigen Debüts: „Pictures“. Einen Nachfolger gibt es auch schon („Life“), erhältlich über die Bandhomepage. Außerdem habe ich gelesen, dass der Grafikdesigner Renaud Forestié bei Live-Auftritten der Band simultan zur Musik kleine Zeichnungen erstellt und diese an die Wand projiziert. Wie superkuhl ist das denn? Eine Deutschlandtour ist aber leider noch nicht geplant, während ich diese Zeilen schreibe.

Ich hasse es, Musik mit adäquaten Adjektiven und Vergleichen zu umschreiben, daher könnt ihr mir vielleicht einfach den Gefallen tun und das hier supi finden:

Uniform MotionsFalling Off Trees (MP3)

Also braucht ihr jetzt nur noch den wichtigen Link, den ihr bitte auch ausnahmslos alle anklicken sollt: zum kostenlosen Album „Pictures“ mit all seinen Comics, Videos und Tönen bei aaahh records. Applaus!

Draußen stürmt es und ich höre passende Musik dazu

ShadyURL.com

http://5z8.info/banned-in-the-US_g4d0k_click-on-this-and-youll-be-taken-to-page-that-will-create-pop-up-windows-until-your-browser-crashes

Und wenn ihr mal wieder richtig laut lachen wollt, könntet ihr euch die hiesigen Rezensionen mal durchlesen:

http://5z8.info/open_exe_begin_transfer_n0y6j_boobs

Der Notizblog

Kurze Notiz an mich selbst: beim nächsten Mal betrinken folgendes Video ansehen:

Bei Menschlichkeit sparen (Nachtrag)

(Quelle; es darf davon ausgegangen werden, dass es sich hierbei um den echten Herrn Zwegat handelt.)

Nachtrag, 12.01.2010:
Stefan Niggemeier hat mich per Mail darauf aufmerksam gemacht, dass er beim Produzenten Zwegats nachgefragt habe, ob es sich hierbei um den echten Herrn Zwegat handle: und der sagt nö, isser nich. Dann eben nicht.

boah hier tolles video unbedingt gucken wow

Musik:
daantje & the golden handwerk - Zum Tee zu Neerström (Rechtsklick, speichern unter, hören)

Einer geht noch!

Noch ein völlig versauter Perverswitz vom Lieblingsisländer Huglei­kur Dags­son! Davon kann man nie genug haben! Deswegen: dieses unfassbar lustige Buch von ihm bestellen oder sich gegebenenfalls für nächste Woche Donnerstag (24.12.) wünschen. Noch ist es nicht zu spät! Witzig, witzig!

[via dagsson.com]

Und sowas war mal BRAVO!

Früher, also vor rund sieben Jahren, gehörte ich einer extrem kleinen Randgruppe, ich möchte sogar sagen einer vernachlässigbaren Minderheit an. Denn: ich habe mir damals die BRAVO gekauft, weil ich mich mit diesem Heftchen über die Musikwelt informiert habe.

Das ist die Stelle, an der der Leser laut über mich lachen darf.

Denn es stimmt. Ich war einer von schätzungsweise sieben Menschen, die das Jugendmagazin nicht wegen den Dr. Sommer-Seiten gekauft hat. Die habe ich immer übersprungen, ich weiß gar nicht mehr so genau wieso, es war wohl eine Mischung aus Desinteresse und Scham, aber damals waren ja sogar die jüngsten Fragesteller an Dr. Sommer noch ein oder zwei Jahre älter als ich, ich war sozusagen noch nicht Zielgruppe. Dafür wusste zu dieser Zeit alles über Jeanette Biedermann, Bink 182 und Konsorten, ha. Habe auch die „Bravo Hits“-CDs oft gekauft Und weil ich Charts so toll fand, habe ich mir immer meine eigenen Listen mit aktuellen Favoriten erstellt; das war die Zeit, in der ich sogar haufenweise Singles gekauft habe, was ich heute gar nicht mehr nachvollziehen kann, ich war wahrscheinlich reich und wusste es nicht.

Wieso erzähle ich euch das? Gestern musste ich aus Gründen ein bisschen Zeit in der Innenstadt verschwenden und da fiel mir ein, dass ich mal in den Second-Hand-Buchladen gehen wollte. Habe dort dann eine alte Kiste Bravo-Heftchen gesehen, und weil diese nach Jahrgängen sortiert waren, ahnte ich schon, dass ich wohl sogar noch mehr dafür zahlen musste als damals am Kiosk. Die 2001er-Kiste war ja schon recht spaßig, weil wie ein Ausflug in die noch gar nicht so ferne Kinderheit, aber dann lachte mich dort in einer hinteren Ecke eine andere Kiste mit noch fernerer (und sogar nicht mal selbst erlebter) Kindheit an! 1978! Geil! Ein äußert guter Jahrgang. Fand auch der Verkäufer, er wollte drei Euro pro Ausgabe. Meine Güte! Wucher.

Konnte ihn dann mit Charme und aufgesetzter Freundlichkeit dazu bringen, mit mir zwei Bravo plus zwei Bukowski-Bücher (für Interessiert: „Die Ochsentour“, „Hollywood“) gegen einen Zehneuroschein zu tauschen. Die Bücher habe ich aus Zeitgründen noch nicht mal durchgeblättert, aber für die tolle BRAVO vom 1. Juni 1978 hatte ich natürlich noch ein bisschen Zeit. Auf dem Cover (das man hier sehen kann. Aus Schiss vor Copyright und dem ganzen Kram verlinke ich vorsichtshalber nur.) ist ein springender Gitarrenkerl in Unterhose und weißen Schuhen und Socken. Er ist „der tollste Typ von Status Quo“ und heißt Rick Parfitt, nie gehört. Kenne aber auch die anderen Gestalten von Status Quo nicht. Ihr wollt sicher gerne wissen, was es im Heft so alles zu entdecken gibt? Whatever you want! Hier mal ein paar Leckerbissen. Plus Doktor Sommer.

(weiterlesen…)

It’s never too late

Heute vor exakt zehn Jahren wurde mein Lieblingsrumpelmusiker fünfzig Jahre alt. Lieber Tom Waits, alles Gute nachträglich!

Sechster Zwölfter

Wenn Coca-Cola den Weihnachtsmann erfunden hat, wo kommt dann eigentlich dieser Nikolaus her? Und warum sieht er exakt so aus wie der Weihnachtsmann? Zwei Fragen, keine Antwort. Stattdessen ein lustiger kleiner Scherz von meinem Lieblingsisländer Hugleikur Dagsson. Mit dem Weihnachtsmann, nicht mit dem Nikolaus, aber das ist ja fickegal. Frohe Ostern!

Meine Leser stellen sich vor

Heute: „Jan“ per Mail:

Danke für Deinen Beitrag im Beepworld Forum zum Thema „stressbedingte Ejakulation“ Du schriebst: „Das passiert mir ständig, z.B. wenn ich beim Einkaufen das Kleingeld rauskramen muss oder mit der Gießkanne was verschütte. Sehr ärgerlich! Zum Glück sieht es keiner. Ich kenne aber auch andere Menschen mit diesem Problem, die stöhnen dabei auch noch, zum Glück ist das bei mir nicht der Fall.“ War das Verarschung oder ernst gemeint. Es würde mich sehr interessieren.
Gruss Jan

Guck mal wie die gucken!

Die Echten!

Wollte ich mal gezeigt haben: vier Anzeigen für die einzige Zigarettenmarke, dessen Name außerhalb Frankreichs kein einziger Mensch fehlerfrei aus dem Kopf heraus schreiben (geschweige denn sprechen) kann: „Gauloises“. Die wunderschönen, Din-A4-großen Anzeigen sind aus 1964-er-Ausgaben der Satirezeitschrift „Pardon“, erstanden auf dem Trödelmarkt. Très chic! Hängen jetzt an einer Schranktür in meinem Zimmer:

(Hinweis für „früher war alles besser“-Finder: damals kosteten 20 Kippchen nur 1,70 Mark und galten noch nicht als ungesund.)

The show must go on

Ägypten schießt in der WM-Qualifikation gegen Algerien in der 95. Minute das 2:0 und erzwingt dadurch ein Entscheidungsspiel. Fußball ist super.

Ab sofort geh ich nur noch zu Saturn

Pfui, die neue Media Markt-Werbung! Kennste, kennste? Dit jeht ja mal ja nüscht! Ich bin doch nicht blöd.

Three seconds of fame

Man sagt, heutzutage habe jeder so seine paar Sekündchen Berühmtheit. Oder, um es auf coolem Englisch zu sagen: you have your ten seconds of fame! Und jetzt, jetzt gilt es auch für mich: juhu! Der Filmemacher Eric Siebert hat nämlich eine komplette Dokumentation über meinen Blog gedreht! Also fast. Neben den handgestoppten drei Sekunden, in denen mein sehr, sehr guter Blog (bzw. dieser Artikel) als Beispiel für journalistische Glanzleistungen zu sehen ist, gibt es drumherum auch noch rund 44 Minuten und 57 Sekunden lang einen Rückblick auf das diesjährige Melt!-Festival.

Bald kommt die Dokumentation wohl auch ins Fernsehen, ich persönlich rechne mit einem Sendeplatz zur besten Sendezeit, 20:15 Uhr, samstags, in ARD und ZDF gleichzeitig oder so. Auch wenn RTL-Kameras zu sehen sind und scheinbar eine Ausstrahlung bei n-tv im Gespräch ist. Bin gespannt! Und bis dahin kann man sich die prima Doku aber auch online ansehen. Zum Beispiel und ausschließlich hier:
http://www.meltdoku.de/

(etwa bei 35:44 Uhr, wo Dirk Völlner von der INTRO irgendwas erzählt, ist der große Moment. Man kann sogar den Blognamen lesen, ich erwarte also etwa siebentausenddreiundvierzig neue Besucher und Fans auf diesen Seiten. Juhu!)

Voll indie, ey!

Wahnsinn!

Kranker Humor ist super! Und über Heinz Strunks sehr gutes Buch „Fleisch ist mein Gemüse“ habe ich nun „Studio Braun“ entdeckt, eine Quatsch-Truppe mit Heinzer, Rocko Schamoni und Jacques Palminger. Weil ich euch so gerne mag, stelle ich euch nun neben diesem interessanten Faktum auch noch das wahrscheinlich blödeste Video der Welt vor. Endlich kann ich mir vorstellen, wie Drogen wirken müssen. Viel Vergnügen.

(und als Bonus für Gutfinder des Videos hier noch ein Link: klick!)

Der Pixi-Buch-Skandal

Ich weiß schon wieder nicht, ob ich lachen, weinen oder sehr laut lachen soll über das, was man im folgenden Video in fast vier Minuten zu hören bekommt. Aber ich fürchte, dass das wirklich nicht mehr lustig ist. Traurig vielmehr. Deswegen schreibe ich jetzt, was ich noch nie geschrieben habe: armes Deutschland!

Übrigens kommen auch keine nackten Menschen im besagten Pixi-Buch vor. Auch FKK-Freunde sind Menschen! Und es heißt im Büchlein niemand „Johannes“ und kein Abgebildeter trägt ein Ed Hardy-Shirt, obwohl das doch so viele coole Kids heute tun! Wenn das die LINKEn herausfinden!

Klickverweise ins Ungewisse

Hallo Leser, ich hätte da eine kleine Bitte an euch. Tut mir doch den Gefallen und guckt dieses Video, lest danach dieses Interview und stimmt mir dann zu, das das einfallsreich, lustig und (für eine Seite) beschämend zugleich ist. Applaus.

„Wer im richtigen Leben keine Freunde hat, der soll vielleicht keine haben!“

In der gar nicht mal so lustigen WDR-Sendung „Fun(k)haus“ tritt selten bis noch seltener jemand auf, der ansatzweise komisches Talent hat. Ich schaue sie mir dennoch meistens an, denn davor bzw. danach kommen mit „Zimmer frei!“, der Bundesliga-Berichterstattung und „Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs“ drei Sendungen, für die ich sogar vielleicht möglicherweise GEZ-Gebühren zahlen würde. Aber neulich, da war jemand wirklich Gutes beim „Fun(k)haus“! Wirklich! Wirklich gut! Habe ihn jetzt bei YouTube gefunden und er heißt „Liedermacher Fil“ (oder bürgerlich: Philip Tägert). Er ist wirklich gut. Und lustig.

Sollte es dennoch spaßbremsende Leser geben, die sogar das ungut und unlustig finden: stellt euch dann bitte vor, wie amüsant die anderen Gestalten sind, die dort auftreten.

Katzen im Karton

Hmpf. Weiß nicht, worüber ich Sinnvolles schreiben könnte. Ärgerlich. Was machen die Fernsehsender, wenn sie (vorwiegend nächtliche) Sendeplätze irgendwie füllen müssen? Richtig. Nackte und feuchte Muschis. Sowas Ähnliches gibt es dann natürlich auch hier, nämlich Katzen, haha. Wobei, zugegeben, irgendwie sind diese Witze über Katzen im Zusammenhang mit dem lustigen Wort „Muschi“ ziemlich doof und platt. Nur präpubertäre Jungen nennen ihre Katze so, wenn überhaupt. Und genau deswegen passt dieser schlechte Witz ja auch so gut in diesen Blog. Prima. Aber ich schweife ab. Also hier, jetzt, supersüß und supersexy: Katzenbabys. In einem Karton. Süß.

Und nach dem Anschauen dürft ihr euch eine von zwei sehr guten Plattitüden aussuchen. Zur Wahl stehen „wenn das nicht süß ist, weiß ich es auch nicht“ und „wer hätte die nicht gern bei sich zu Hause“.

Eine Seefahrt, die ist lustig.

Endlich weiß ich, was ich später mal werden möchte: reich.

Warum ich manchmal doch Tagesschau gucke

Das Geschäft mit dem Geschäft

Hallo Toilettenpapierindustrie! Ich möchte dir kurz einen netten Herren zeigen, der weiß, wie man mit euren vierlagigen Erzeugnissen eigentlich umgehen sollte. Sehr sparsam! Nicht so wie dieser dicke Bär, der sich aus Toilettenpapier in der Werbung eine Hängematte bastelt: wie dekadent, hohoho! Also denn, Weltwirtschaftskrise, nimm dies!

Flagge zeigen

ColaHmm!

Zunächst einmal finde ich es sehr bemerkenswert, dass die „Gut & Günstig“-Cola, einer Eigenmarke vom Edeka (das sind die, die Lebensmittel lieben, ihr wisst schon), nochmals günstiger geworden ist und die 1,5l Flasche nun nur noch finanzkrisenkompatible 0,29€ kostet.

Aber darum soll es hier nicht gehen.

Denn auch das Layout der Billig-Cola-Flasche wurde verändert. Und hmmm, ich kann mir nicht helfen, aber woran erinnert mich diese schwarz-weiß-rote Farbkombination da links unten? Hmmm!

Ich glaube, es war das hier. Oh!

Na dann, Prost.

Voll Pfosten

Eine schmerzhafte 0:1-Niederlage musste der KFC Uerdingen 05 im heutigen Heimspiel gegen Viktoria Goch erleiden. Okay, zugegeben, es geht um nichts mehr und es ist relativ wumpe, mit welchen Ergebnissen man die enttäuschende Saison jetzt zu Ende spielt. Das Adjektiv „schmerzhaft“ brauche ich eigentlich auch nur, um diesen schönen Freistoß der Hausherren einzuleiten:


Original Video – More videos at TinyPic

Schmerzhaft, sag ich doch.

Orwell ’09

Datenschutz ist ja derzeit (zurecht) ein großes Thema in der Politik. Und wer bis heute nicht verstanden hat, wieso man sich darüber aufregen kann, wo die regierenden Parteien doch nur Gutes für uns wollen, dem sei folgendes Video der Kampange „DubistTerrorist.de“ ans Herz gelegt:

Und natürlich von meiner Seite aus noch beste Grüße, Herr Schäuble!

(Bonustrack)

Supa Altersvorsorge

Hurra, liebe fünf Milliarden Leser, ich gebe einen aus! Denn: heute beim Schrank-Aufräumen habe ich ein seltenes Original-Autogramm gefunden. Es lag zwischen einem schlechten Witzebuch und peinlichen (und daher hier nicht erwähnten) CDs versteckt. Und ich weiß nun: ich muss wohl nie mehr Hunger leiden. Meine Rente ist nun sicher. Steueroasen wie Lichtenstein, Zürich oder Ouagadougou habe ich nicht nötig. Ein Leben in Saus und Braus steht mir bevor, spekulative Aktiengeschäfte sind sowieso nicht mehr von Nöten.

Und wenn Sie, liebe Leserschaft, nicht schon längst auf die Grafik unter diesen Zeilen geschaut haben, verrate ich nun, was ich gefunden habe:
Ein Autogramm von „Richie“, den älteren Lesern vielleicht noch von Welthits wie „Supa Richie“, „Schiss Pärückä“ oder „Richies Wältraisä“ bekannt. Und so sieht das wertvolle Stück Pappe aus:

Richie

Wunderschön, ich weiß. Vor allem diese Mütze, sehr 1999. Noch habe ich mich nicht darüber informiert, wie viele Milliönchen mir dieses Autogramm bei einer Versteigerung wohl bringen wird, aber alleine die Tatsache, dass Richies Top-Album „Für Dir“ satte 0,78€ beim Amazon-Marketplace einbringt, lässt mir die Vorfreude auf den wohl bald folgenden Reichtum ins Unermessliche steigen. Jetzt muss ich mir nur noch einen Golf-Club aussuchen, ein iPhone und ein Segelboot kaufen und dann gehöre ich endgültig zur Elite in Deutschland.

Danke, Richie! Und Leser, passt auf: lacht nisch, sons hol ich meinä Brüda!
(ich hab zwar nur einen einzigen Bruder, aber der ist immerhin sechs Jahre alt, also Obacht!!11)

Ein wenig mehr Feingefühl, Amazon!

Amazon.de -> Musik -> Mp3-Downloads -> Suchbegriff „Helge Schneider“ -> Ergebnis:

:-(

Katzenmusik

Flausch, flausch! Süüüüß! Putzig! Heute gibt es eine Katze, die Keyboard spielt. Ich kenne den Trick dahinter nicht, aber das ist mir sowas von egal, das glaubt ihr gar nicht. Mag unfassbar simpel und kurzweilig sein, aber für so einen Spökes bin ich nun mal immer wieder mal zu haben. Jedenfalls ist das nun folgende Video flauschig, süß und, ja, auch putzig.

Hahahahaha. Ich gucke es jetzt gleich zum 4938. Mal und ich finde es immer noch großartig. Groß-ar-tig! Hahahaha!

Jugend von heute

Ich wollte wissen, wie die Leute in meinem Alter so sind. Gerade habe ich nicht genügend Zeit, um alle einzeln zu fragen, wie sie sich so selbst einschätzen, also habe ich mal ein bisschen recherchiert. Mal sehen, was da so raus gekommen ist:

Jugendliche…
1) …sind doof und haben keine Allgemeinbildung. Zu lesen hier auf 300 Seiten.
2) …werden immer ausländerfeindlicher
3) …laden unbeirrt und kurzsichtig persönliche Fotos und Informationen ins Netz und vergessen die Folgen
4) …kommunizieren falsch
5) …schlafen immer weniger
6) …spielen gefährliche Killerspiele
7) …lachen über Mario Barth
8) …neigen zu körperlicher Gewalt
9) …markieren die „Generation Porno
10) …geraten über Handys in die Schuldenfalle
11) …lesen immer weniger

So, okay, das reicht auch erstmal. Uff. Oje. Und das war leider keine große Arbeit, das alles aufzulisten, eigentlich reicht es, wenn man Onkel Google fragt, was er dazu meint. Und er meint nichts Gutes.

Wenn das so weitergeht, suche ich mir eine andere Generation. Wie wäre es mit den 60ern? Die waren schon cool, he. Habe ich zumindest mal gelesen.

Frohe Ostern!

Juhu! Ostern! Ganz viele schlechte Witze über „Eier“, unsagbar große Mengen schnell schmelzender Schokolade und ganz viele Hasen. Hasen, Hasen und Hasen, überall. Da darf dieser kleine Blog hier natürlich nicht fehlen und so präsentiere ich euch: das BoogieBunny! Ja! Hurra! Unbedingt spät abends nach ein paar alkoholischen Getränken in einer Endlosschleife anschauen, wirkt garantiert. Also. Los:

Me gusta verano

Jedes Jahr das gleiche Spiel: es wird draußen wieder wärmer, die Pullover bleiben im Schrank und Manu Chao findet seinen Weg zurück in die CD-Spieler. Oder heutzutage eben den Mp3-Player, was weiß ich. Egal, jetzt hier das sonnige „Me Gustas Tu“. Und jetzt wieder zurück auf die Terrasse, den Sommer begrüßen. Hurra!

(„Verano“ heißt übrigens Sommer auf Spanisch, glaube ich)

Jammin’ in Joe’s Garage

Hallo Leser, heute gibt es wieder Musik. „Joe’s Garage“ vom viel zu früh verstorbenen Frank Zappa nämlich. Live aus Paris. Zappa, ein komischer Kauz. Manchmal sogar urkomisch. Auf jeden Fall immer super. Mehr fällt mir nicht ein. Bitte angucken und sehr toll finden.

Nach dem bereits erwähnten Song folgt übrigens noch „Why Does It Hurt When I Pee?“. Nur für alle, die sich fragen, ob sie richtig gehört haben.

Starkpigmentierte Zeitschrift!

Als ich mich heute in der Schule aus Gründen freudig an die gute, alte und kostenlose Apotheken-Kinderzeitschrift „Medizini“ zurückerinnerte, erzählte mir ein Schulkamerad, dass seine kleine Schwester heutzutage ein ganz anderes Kindermagazin lese. Ich dachte erst, es handle um einen Scherz. Eine kleine Recherche mit einer gängigen Suchmaschine klärte mich auf.
(weiterlesen…)

Musikalischer Alltags-Trott

Daytrotter - Logo

He, Leser. Hab hier was Tolles für euch: Daytrotter.com!

Daytrotter? Was ist das denn? Ich erkläre es euch freundlicherweise. Die Website „Daytrotter.com“ sammelt Aufnahmen aufstrebender Musiker und stellt diese zum kostenlosen Download bereit. Aufgenommen werden die meist vier bis fünf Tracks pro Künstler im „Futureappletree Studio 1″. Lustig: dieses Studio liegt in Illinois‘ Kleinstadt „Rock Island“. Kein Scherz. Und es ist für die Jungs und Mädels von Daytrotter nicht getan, die Mp3 auf die Website zu klatschen – stattdessen werden für jede Session wunderbare Texte verfasst, ein buntes Bildchen vom Künstler gemalt und so weiter. Detailreiche Liebe zur Musik, vorbildlich und toll. Und das jeden Tag.

Die Musiker, die bei diesem sympatischen Kleinbetrieb vorbeischauen, kommen mehrteilig aus den USA. Von Folk über Indie-Rock bis hin zu Singer/Songwriter ist alles dabei – auch manch hierzulande bekannte Combo (wie beispielsweise die Ting Tings, Fleet Foxes oder Oberkauz Adam Green) schaute dort vorbei. Doch der Großteil dürfte dem deutschen Musikfreund noch unbekannt sein – daher empfehle ich, einfach mal wild drauf los zu klicken und auf „gut Glück“ nach guter Musik zu suchen. Ich bin so fündig und glücklich geworden. Und zur Feier des Tages teile ich meine Entdeckungen mit euch. Kostenlos.

Meine Top 10 [at] Daytrotter

1. KoufaxColour Us Canadian
2. Felice BrothersMarlboro Man (siehe auch hier)
3. Ben KwellerOn My Way
4. Thao Nguyen & The Get Down Stay DownBeat (Health, Life and Fire)
5. And the MoneynotesToo Sweet
6. Andrew BirdLull
7. The DonkeysC‘mon Virginia
8. Deer TickBaltimore Blues No. 1
9. The Republic TigersBuildings & Mountains
10. Cold War KidsWe Used to Vacation

(Rechtsklick, speichern unter. Mehr gibt es im Archiv dort, unbedingt vorbeischauen.)

Schimpanse, süß, Fahrdingsbums, Ohrwurm.

Hey, du! Ja, genau du! Magst du Affen? So ganz süße? So Schimpansen? Ja? Fein! Magst du diese komischen Fahrdingsbumse, auf die man sich stellen kann? Du weißt schon, naja? Und wie findest du Ohrwürmer? Die sind schon ganz okay? Dann habe ich hier ein Video für dich! Ja, genau für dich! Guck mal das hier:

Bonustrack mit Pinguin, übrigens auch süß und auch mit Ohrwurm.

„Das ist die größe Verarschung aller Zeiten“

16.11.1991 – ich war gerade ein paar Wochen auf der Welt und in Brandenburg spielte der heimische BSV Stahl gegen den späteren Aufsteiger Uerdingen in der zweiten Liga – und verlor nicht nur 0:3, sondern auch drei Spieler durch rote Karten und zwei Spieler durch eine Verletzung. Brandenburg stieg am Ende der Saison ab. das Spiel ging als „Skandalspiel“ in die Geschichte ein. Jetzt habe ich ein Video dazu bei YouTube gefunden und es ist nur schwer vorstellbar, dass sich ähnliche Szenen heutzutage wiederholen könnten.

Heute spielt Uerdingen übrigens in der sechsten, Brandenburg in der siebten Liga.

Mehr zum Spiel bei Fußballdaten.de:
http://www.fussballdaten.de/zweiteliga/nord/1992/18/brandenburg-uerdingen/

ser0tonin sieht fern.

Ich wollte den, der sich bei YouTube „ser0tonin“ nennt, hier sowieso schon längst vorgestellt haben, weil mir das, was er macht, größtenteils gefällt. Aber was macht er denn nun? Nun, er kommentiert aktuelle Geschehnisse im Fernsehen (wie der Fernsehkritiker) auf sehr humorvolle und satirische Art (wie der Fernsehkritiker) und zeigt, wie bescheuert das ist, was wir im Fernsehen so aufgetischt bekommen. Vor ein paar Minuten lud er (nein, nicht Luder1) sein Ranking über die „Top 10 der bescheuertesten Handyklingeltöne“ hoch und weil mich dabei nicht nur wunderbar fremdschämen, sondern auch toll amüsieren konnte, gibt es das Video hier jetzt in voller Länge. Ach und nicht zu vergessen: Top 10-Rankings gibt es auch beim Fernsehkritiker. Aber ist doch schön, wenn man noch gute Alternativen hat.

  1. Mördergag, oder? Hahahahaha.

Immer noch besser als überhaupt nichts.

Weiß!Weniger ist manchmal mehr. Und ganz wenig ich manchmal am meisten. Stellt man sich dann einmal vor, wie viel (beziehungsweise wenig.) dann gar nichts erst sein muss! Wow! Und aus diesem Grund hier mal eine kleine Sammlung von nichts.

http://www.gar-nichts.de/
Die klassische Variante von nichts. Nicht so toll.

Philipp Vogt – Stille (mp3)
DER Hit zum Nichts! Besonders schöner, nichtssagender Refrain. Geheimtipp!

http://gar-nichts.info/ und http://garnichts.net/
Gar nichts bestellen! Gar nichts verschenken! Gar keine schlechte Idee.

NaDa does nothing for everybody!
Endlich mal ein Programm, das einem keine zusätzlichen Probleme bereitet!

Und wer hat mit dem ganzen Nichts angefangen? Ich habe da eine Vermutung.

Uns Uwe

Uwe Wöllner?
Uwe Wöllner hat ein Problem. Sein Problem ist geschätzte 1.80m groß, 33 Jahre alt, arbeitslos, trägt eine Brille, eine komische Mütze („Die ist cool, die habe ich, seit ich 12 bin!“), bestitzt Klamotten, die man im Fernsehen nur noch sieht, wenn Oliver Geißen („Hallöchen, Grüß dich, schön, dass du da bist!“) zur großen 80er-Jahre-Show einlädt und ist ein Verlierertyp. Sein Problem ist er also selbst. Erschwerend kommt hinzu, dass seine peinlichen Besuche bei „Männerberatung“ und „Imagecoach“ von einem Kamera-Team begleitet werden. Ein typischer Fall von Fremdschämen? Jein. Denn hinter dem einsamen Tollpatsch Uwe steckt Christian Ulmen, der diese Figur (neben weiteren Gestalten wie Schnösel „Alex von Eich“) bereits im lustigen Format „Mein neuer Freund“ ausleben durfte. Leider wissen die Leute, mit denen „Uwe“ zutun hat, nicht, dass sie es mit einem Schauspieler zu tun haben und nehmen ihn ernst. Zumindest, soweit das bei einem Idioten wie ihm geht.

Und nun verfolgt man Uwe dabei, wie er durch die Welt, äh, „stolpert“, Fettnäpfchen sammelt und hat viel kurzweiligen Spaß dabei. Das Gewissen leidet dabei auch nicht so, ist ja alles nur gespielt. Unbedingt gucken und gegebenenfalls gut finden!

Uwe Wöllner bei myspass.de
Uwe Wöllner beschreibt sich selbst bei MySpace

Londoner Puppenkiste

Hurra, endlich gibt es ein neues Puppen-Tanz-Video von The Brighton Port Authority! Wie, kennt ihr nicht? Ist das aktuelle Projekt von Norman Cook. Und wenn der euch auch nichts sagt, dann schmeiße ich seine alternativen Künstlernamen „Fatboy Slim“, „Mighty Dub Katz“, „Pizzaman“ und „Son of a Cheeky boy“ in den luftleeren Raum. Kennt ihr auf jeden Fall, „Rockafella Skank“ und so, egal. Ist aber auch nicht so wichtig, aber nun hat dieses kleine Projekt gemeinsam mit Iggy Pop (Den kennt ihr jetzt aber, oder?) „He’s Frank (Slight Return)“ von „The Monochrome Set“ (Video) gecovert. Klingt megatanzenspaßig, zudem gibt es ein knülliges Video mit einem puppigen Iggy, der rumtanzt, zappelt und im höchsten Maße gefällt. Aber jetzt genug Adjektive erfunden, hier der launige Spaß:

Juchhe! Song des Jahres.

Ne Krieewelsche Jong in London

Text?Pete Doherty macht gute Musik. Pete Doherty hat einen guten Geschmack, was Fußballvereine angeht. Trotzdem liest man relativ selten von seiner Musik oder Verbundenheit zu Krefeld, viel öfter liest man Negatives über ihn. Drogen, Alkohol, Kate Moss: der arme Pete hat eben schon so einiges erlebt. Und jetzt musste er auch noch einen 24-stündigen Besuch von MTV über sich ergehen lassen. Der ehemalige Musksender brauchte scheinbar ein paar Sendeminuten, um Klingeltonwerbung und US-Reality-Müll zu überbrücken, herausgekommen ist (neben egalen Interviews mit irgendwelchen Leuten) hauptsächlich ein netter Besuch in der Londoner, äh, „Bruchbude“ von Herrn Doherty. Es verwundert dabei wohl kaum, dass es bei ihm zu Hause auch nicht gerade konservativ zugeht. Katzen wo man hinsieht, kaum etwas funktioniert, dazu überall Dreck und lauter unglamoröses Zeugs. Bestimmt liegen irgendwo noch Drogen und Alkohol rum. Oder Kate Moss.

24 Stunden mit Pete: 1 | 2 | 3 | 4

Was fürs Herz

Ein arabischer Philosoph hat einmal gesagt:

إيجاد قاموس عصريّ وعمليّ للتانية وية حيثص لمناقشتها وتطوسالأولى مميات جديدة للب خلال فريق عمل محرملذي سيتم افتتاحمجذراً ومحللاً و مصفاة مبستدى انقيحه والإ بالإضافة إلىتطوير خ سيتمّ عروإليهشراف عليه منختصّا. انطة لتمكين البحث الدلاليوس بأكثر من زوج ترجميّ ويطمح إلى زوج مع نهاية العام وأكثر من مع نهاية . تطوير القاموس رجم الألمو تجيات المستخدمة في القاموس في منتدى خاوارز. مشاركات المستث والمعاملة اللغض البخدمين عبر المنطلق مشروع القاه قريباً على هذه اليرها. ويستخدم القاموس في نصفحة.

Ist das nicht rührend? Besonders an folgender Stelle musste ich sehr weinen: ة لتمكين البحث الدلالي. Das geht wirklich unter die Haut!

TV Helden gesucht und gefunden

Oho: Was Lustiges auf RTL, sogar mit Satire und ohne Dschungel! Mehr zu den „TV Helden“ nächsten Samstag um 23.15 Uhr auf RTL (und hier).

Update 26.01./15:01 Uhr:
Hurra! Jetzt gibt es auch die komplette Folge auf YouTube. Sehe hier, den Weg zu Teil 2 und 3 findet ihr selbst. Lustig!

Was erlaube Walter?

Walter Freiwald

Bisher dachte ich immer, Walter Freiwald wäre ein lustiger, zappeliger TV-Verkaufsshow-Mensch, der vor allem als Parodie äußert unterhaltsam ist. Nun musste ich allerdings vorgestern bei der neuen Folge vom grandiosen Format Fernsehkritik.tv sehen, wie Herr Freiwald („Zackbumm, da sind wir wieder!“) für eine Musik-CD vom (toten) rechten Ösi-Populisten Jörg Haider wirbt. Die Musik gruselig, der Interpret rechts und der Walter verwendet Adjektive wie „unglaublich“ und „dramatisch“. Im positiven Sinne, natürlich. „Rufen Sie an!“. Ne, Walter, echt nicht. Und dann fragt man sich noch, wie abgewrackt man sein muss, um ins Dschungelcamp zu ziehen? Schäm dich, Walter!

(Wer will, kann sich hier für ihn schämen.)

Minimalistisch böse

Hätte man mich in den letzten Monaten gefragt, welches das lustigste mir bekannte Comicbuch sei, wäre mir eine Antwort sehr leicht gefallen. An den vielen Konjunktiven merkt der intelligente Leser zwar, dass mich niemand danach gefragt hat – ich antworte jetzt hier trotzdem mal, vielleicht fragt ja irgendwann mal jemand. Wobei ich folgendes Büchlein auch sonst uneingeschränkt jedem empfehlen kann, der schwarzen Humor so sehr liebt wie ich – aber worum geht es eigentlich?

Es geht hier um den Isländer Hugleikur Dagsson und ja, ich habe diesen Namen vom Buch abgetippt, sowas kann sich ja niemand merken. Höchstens Isländer, denn der Vorname des Autors ist dort ein beliebter Name für Pferde. Ebenso lustig wie diese kleine Anekdote, aber deutlich fieser: "Finden Sie DAS etwa komisch?" , eine Sammlung aus seinen zwei vorherigen Büchern (die es noch nicht in übersetzter Form zu uns gefunden haben). Und ich darf auf die Titelfrage des Buches antworten: Ja, ich finde es äußert komisch, was auf den 128 Seiten geboten wird. Es gibt Witze auf Kosten von so ziemlich aller denkbaren Randgruppen, zusammenfassend und kurz kann ich aber sagen: sämtliche minimalistische Bilderwitze gehen auf Kosten des guten Geschmacks. Hier ein kleiner Vorgeschmack:

Quelle: www.dagsson.com
Für die deutsche Ausgabe sind die Witze übersetzt worden. Und trotzdem sind sie sehr, sehr lustig und verlieren niemals ihren ursprünglichen Charme. Bitte kaufen. Alleine schon, weil die irische Sun meinte: "Dieses kranke Buch gehört verboten!". Tihihihihi.

Weiterschmunzeln:
"Finden Sie DAS etwa lustig?" bei Amazon
Offizielle Homepage von Hugleikur Dagsson

Abcdefg.

Gerade bei Julia gefunden: zu jedem Buchstaben des Alphabetes eine favorisierte Band (keine Solokünstler/innen!) heraussuchen und spontan einen Song dazuzuschreiben, den man mit der Band assoziiert. Gar nicht so einfach! Habe es mal mit Hilfe von LastFM versucht. Netterweise sind kostenlose mp3s auch noch vermerkt. Herausgekommen ist letztlich folgendes:

  • 0-9: 1984 – Cache Cache
  • A: Anajo – Monika Tanzband
  • B: Blur – Country House
  • C: Chikinki – You Said
  • D: The Donkeys – Downtown Jenny (mp3)
  • E: Erdmöbel - Der letzte deutsche Schnee (mp3)
  • F: Franz Ferdinand – Walk Away
  • G: Gorillaz – El Manana
  • H: Hörzu – Krefeld
  • I: It’s a Musical – Bad Day (mp3)
  • J: Jansen – Heute Nacht, das ganze Leben
  • K: Koufax – Any Moment Now
  • L: Led Zeppelin – Heartbreaker
  • M: Mando Diao – Mr. Moon
  • N: New Homes – Liverpool Street (mp3)
  • O: Oasis – The Masterplan
  • P: Poni Hoax – Budapest (mp3)
  • Q: Queens of the Stone Age – Who‘ll Be the Next in Line
  • R: Ramones – Somebody Put Something in My Drink
  • S: Starsailor – Alcoholic
  • T: Those Dancing Days – Run Run Run
  • U: Uzi & Ari – Thumbsucker
  • V: Virginia Jetzt! – Von guten Eltern
  • W: Wir sind Helden – Rüssel an Schwanz
  • X: -
  • Y: Yeah Yeah Yeahs – Miles Away
  • Z: Zwan – Lyric

Toll, womit man seine Zeit so totschlagen kann. Kennt jemand eine gute Band mit X?

„Solange man lebt, soll man rauchen!“

Helmut KörschgenHelmut Körschgen. Welchem Leser dieses egalen Blogs sagt dieser Name etwas? Wohl die wenigsten meiner fünf Stammleser sind in ihrem Leben bisher auf diesen "Schauspieler" gestoßen, der in genau zwei Filmen mitgewirkt hat. Seine einzigen beiden  Filmauftritte in der Mitte der 90er-Jahre tragen die Titel "Texas – Doc Snyder hält die Welt in Atem" und "00Schneider – Jagd auf Nihil Baxter" und vielleicht kommen Sie ja darauf, dass dies zwei (großartige!) Filme von Helge Schneider sind, den ich hier nicht mehr weiter lobpreisen und vergöttern muss, denke ich. Zurück zu Körschgen: Es bedarf sicher einer Erklärung, warum ich die Bezeichnung "Schauspieler" in der dritten Zeile mit Anführungszeichen versehen habe. Dazu muss man erzählen, dass Körschgen die Schauspielkunst nie gelernt hat und ursprünglich als Statist für den "Texas"-Film vorgesehen war, letztlich aber doch viele (komplett improvisierte) Szenen als "Lieutenant Körschgen" zu spielen hatte. Dabei schaut er ab und an fragend in die Kamera, macht Pausen mitten im Satz und, so schreibt Daniel Hein von der Helmut Körschgen-Fanseite,  "jeder perfekt einstudierte und bis ins kleinste geprobte Lieutenant würde neben 00 jämmerlich zugrunde gehen." Und genau dieses eckige, unangepasste Agieren passt perfekt in die Helge-Filme, die sich selbst auch nicht allzu ernst nehmen und so ziemlich alle Normen der Filmkunst ignorieren. Sein prägnantestes Zitat lautet "solange man lebt, soll man rauchen!" und wenn ich rauchen würde, fände ich diesen Spruch bestimmt noch besser als ohnehin schon.

Helmut Körschgen starb 2002 im Alter von 79 Jahren.

Mehr von Helmut Körschgen auf der bereits erwähnten Fanpage helmut-koerschgen.de, inklusive Sprüche, Videos und ganz viel tollem Zeug:

Hey, BBC!

Hm, bitte mal hier klicken und die Bildunterschrift beachten. Hm.

Wohllustig.


Mehr von dem lustigen Zeug hier.

[via Wortvogel]

Die wilden Trikot-Siebziger

Krefeld, deine „Promis“

Krefeld, wer kommt denn schon aus Krefeld. Ingo Lenßen, TV-Rechtsanwalt aus dem ruhmreichen Vorabend-Programm von Sat1 zum Beispiel. Telekom-Chef Rene Obermann auch, Schlagersängerin Andrea Berg ebenso. Und Schwimmerin Anne Poleska geht auch noch gerade so als "Prominente" durch. Aber dann? In einem Land, in dem sich fast alles prominent schimpfen darf, was a) überdurchschnittlich schön b) unterdurchschnittlich doof oder c) außergewöhnlich gewöhnlich ist, eine ziemlich schwache Quote. Doch Krefeld schlägt zurück. Und hat zuletzt drei (zweifelhafte) "Promis" hervorgebracht. Danke Internet.

Cindy B. ist dreizehn Jahre alt und sucht über das Portal YouTube soziale Kontakte. In ihrem Filmchen "Suche Emo Freunde", welches sie später selbst als Fake bezeichnet, erzählt sie auch munter davon, wie ihre neuen Freunde aussehen sollen. Am besten so wie sie gekleidet im Emo-Look. Aber ihr/e neue/r Freund/in könne auch ein "Bollo" sein, sagt sie, verrät aber nicht, welche Subkultur das jetzt schon wieder ist. Ach, achtzehn Jahre alt könnte er schon sein, meint sie. Hm. Und am besten aus Krefeld kommen. Ich habe mich zwar nicht auf den Hilferuf gemeldet, aber ganz ganz ganz viele andere Leute haben der lieben Cindy geschrieben. Auf ihrer (inzwischen gelöschten) SchülerVZ-Seite und auch bei YouTube, wo es nur so von Verarsche-Videos wimmelt. Arme Cindy. Oder selbst schuld? Auf jeden Fall gibt es mit dreizehn Jahren bessere Dinge als die Tatsache, dass sich deutschlandweit hunderttausende Menschen über sie lustig machen. Hoffentlich hat sie inzwischen Freunde gefunden. Oder wenigstens darauf gelernt, denn ein kleines peinliches Video kann im großen Internet riesigen Schaden anrichten.

-> YouTube: "Suche Emo Freunde" [weitere Videos findet ihr dort selbst]

VIVA Ich weiß nicht, ob sie das hier mitbekommen haben, aber – thihihihi! – vor ein paar Wochen war ein Student aus, aus öh, Krefeld; Krefeld, oder? Ja, aus Krefeld bei TV Total zu Besuch. Durften sie eigentlich nicht verpassen und ja, der nette Student Mark (mit k!) aus dem Publikum sollte die These Becksteins widerlegen, dass jeder Bürger nach zwei Maß Bier noch in der Lage wäre, unfallfrei Auto zu fahren. Einen kleinen Unfall gab es trotzdem. Zum Glück ist nur das TV Total-Studio in Mitleidenschaft gezogen worden. Was war passiert? Mark, der laut eigenen Aussagen "nur einmal die Woche Alkohol trinkt", beweist nach einer halben Maß Bier, dass er gut zu Mittag gegessen hatte, indem er auf den Studioboden kotzt. Auch hier schauen sich erst hunderttausende im TV, später mindestens genauso viele im Internet das fehlgeschlagene Experiment an. Und Mark aus Krefeld erntet zweifelhaften Ruhm. Unfassbar, oder?

-> RP-Online: "Student kotzt Stefan Raab das Studio voll"
-> YouTube: "Der Kotzer aus TV Total (komplett)"

Und der letzte im Bunde ist auch durch einen TV-Auftritt bei Raab bekannt geworden. Erst war der 18-jährige Sahin im nachmittäglichen Boulevard-Blödsinn "Taff" zu sehen, später verulkte Herr Raab ihn dann noch in "TV Total". Sahin möchte nämlich mal "Ganster Rapper" werden und, diese Formulierung klaue ich jetzt von Raab, während eines Interviews mit ProSieben startet er spontan eine kleine Umfrage. "Hey Marc, wer ist der coolste hier?" ruft er einem Fahrradfahrer zu. Als Antwort erhält er ein kurzes "Du nicht.". Herrlich. Es darf bezweifelt werden, ob Sahin mit seinem bösen Sprechgesang mal in den Charts landen wird. Übrigens, auf dem "Teenie Törn", einer von Taff inszenierten Doku über fünf Teenager auf einem Segelboot, rastete der kuhle Rapper kurzerhand aus und wurde gegenüber einer weiteren Teilnehmerin handgreiflich, musste das Schiff verlassen. So cool ist er dann eben doch nicht.

-> YouTube: "Der coolste Krefelder"
-> YouTube: Taff/Teenie Törn: Sahin rastet aus"" [etwa ab 7:00]

Wird Zeit, dass mal wieder "jemand richtiges" aus Krefeld Ruhm und Ehre erlangt. Ich könnte ja, aber gerade keine Lust. Vielleicht später.

Wenn der Milchmann dreimal tanzt

Milkyfan.comMusikvideos sind toll, ich mag sie sehr gerne. Dank YouTube und Co. braucht man ja heutzutage auch nicht mehr zwangsläufig auf das Musikfernsehen zurückzugreifen, welches ja sowieso immer mehr und mehr oberflächliche Flirt-Shows aus den USA zeigt. Das ist aber wieder ein anderes Thema, hier soll es jetzt um etwas viel schöneres gehen: die Liebe. Denn ich bin verliebt. Und zwar in den tanzenden Milchkarton aus dem Video zu "Coffee & TV" von Blur.

Mal ganz davon abgesehen, dass wir hier von einem sehr schönen Lied reden (und ich beim Hören immer zwangsläufig hier dran denken muss) ist auch die eigentliche Handlung des Videos ziemlich knorke: Familie sucht Sohn mit Milchkarton, Milchkarton geht Sohn suchen, findet dabei Freundin und Sohn, bringt Sohn zurück nach Hause und trifft seine Freundin als Engel wieder. Happy End, alle haben sich lieb. Ist das nicht herzergreifender als jeder Herzschmerz-Blockbuster im Kino?

Und der kleine Milchkarton "Milky" ist mindestens genauso süüüüß putzig wie im Jahre 1999, als er das erste Mal die weite Welt eroberte. Müssen auch Oasis-Fans zugeben. Außerdem gibt es da draußen eine (scheinbar nicht mehr betreute) Homepage, die nur dem Milchmännchen gewidmet ist: dort kann man lustige Wackel-Avatare runterladen, per Anleitung seinen eigenen Milky basteln (wie geil ist das denn bitte?) und vieles mehr. Zu finden ist das ganze hier:

Milkyfan.com

Tscheck it aut nau, Jimmy Blau!

Dass früher auch in der Musikindustrie alles besser war, darüber habe ich ja schon mal ein bisschen was geschrieben. Aber jetzt habe ich beim Philipp was Lustiges gefunden. Da gibt es nämlich ein paar Herren, die sich "die Geronten" nennen und den ganzen Weichspül-Pop aus deutschen Landen aufs Korn nehmen. Das Highlight der niveauvollen und äußert kreativen Parodie-Parade auf DJ Ötzi und Co. ist aber folgende Version von Jimi Blue Ochsenknecht. Viel Vergnügen!

[via Niveau ist keine Creme]

Ohne Rolf und Mikrofon

Onkel FischÜber das Duo "Ohne Rolf" lässt sich im Internet nicht allzu viel herausfinden. Immerhin weiß ich, dass die beiden Herren aus der Schweiz kommen – dies verrät bereits die Endung ihrer Internetpräsenz: OhneRolf.ch. Und die beiden Herren, die nicht nur ohne Rolf, sondern auch ohne Worte auskommen, machen Plakatkomik. Ein Genre, das ich mir gerade ausgedacht habe. Aber es ist nicht leicht zu erklären was Ohne Rolf denn jetzt genau machen. Ich versuch es mal: an stelle sich zwei Herren vor, die auf der Bühne stehen und vor sich eine Tafel haben. Abwechselnd zaubern beide jetzt beschriftete Platake hervor, stecken sie an ihre Täfelchen und kommunizieren auf diese Weise miteinander – das war’s im Groben. War doch nicht so schwer.

Klingt jetzt ehrlicherweise nicht ganz so aufgerend, ist aber sehr lustig. Sie hatten wohl auch schon Auftritte in dritten Programmen wie dem WDR, aufgefallen sind sie mir aber erst beim diesjährigen Deutschen Fernsehpreis – jaja, der Fernsehpreis schon wieder. Dort waren sie als Laudatoren zu sehen. Und zwar mit einem Programm, das folgendem Ausschnit von 3sat sehr ähnlich ist. Viel Vergnügen also mit Ohne Rolf. Gott, wie scheiße sich das anhört. Aber Ohne Rolf muss man ja nur gucken.

Jesus, Jesus – du warst echt okay!

Vor ein paar Stunden das erste Mal gehört, seitdem habe ich einen extremen Ohrwurm. Puh. Die Mimik des Sängers, der Text, die Frau am Klavier, die Leute die blöd rumstehen und wackeln. Einfach alles passt. Trash pur. Ich find’s toll, auch wenn es wahrscheinlich nicht ernst gemeint ist.. Also, hier jetzt aber Sonseed (wer?) mit "Jesus Is My Friend". Und nicht beschweren, wenn euch das den ganzen Tag im Kopf bleibt.