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Kurzgeschichten in 140 Zeichen

Die Initiative „Bamberg liest“ hat gute Ideen. Zum Beispiel die der „Bierdeckelgeschichten“: Autoren dürfen Kürzestgeschichten (maximale Länge: 140 Zeichen!) einreichen und am Ende entscheiden Besucher der Seite und eine „Fach“-Jury, welche dreißig Geschichten auf Bierdeckel gedruckt werden. Auf! Bierdeckel! Ich möchte also alle Leser dieser Zeilen freundlich dazu zwingen, auf besagter Seite nach meinen Beiträgen zu suchen und vielleicht auch auf das kleine Herzchen darunter zu klicken. Klingt narzisstisch, aber: Bierdeckel! Der eigene Name! Auf Bierdeckeln! Das wäre doch ziemlich dufte. Ich würde zwecks diverser Jubel-Autokorsi sogar darüber nachdenken, den Führerschein nachzumachen. Vielleicht.

Aber hier lieber erstmal meine Beiträge:

„Panik in den Straßen Londons.
Panik in den Straßen Birminghams.
Und ich hocke hier in einer Pinte.
Ich hätte niemals Polizist werden dürfen.“

„Hier könnte Ihre Steuererklärung stehen.
Oder Ihre Lebensgeschichte.
Oder natürlich: Ihr Bier. Prost.“

„Er stand vor dem Eingang eines Tanzcafés, las das Plakat:
‚Ü50 – Auch altes Eisen lässt sich biegen‘.
Und tatsächlich: Er bog hinein.“

„Der feine Gast hob den Finger: ‚Noch zwei, bitte!‘
Seiner Bestellung wurde rasch nachgegangen.
Weitere Millionen landeten auf seinem Konto.“

„Mit dem Paket in der Hand stand er vor den Klingelschildern.
Und fand heraus:
In einem Hochhaus sollte man nicht ‚Licht‘ heißen.“

Stolz schwenkte er die Fahne und fuhr ein paar Runden im Kreis. Einzelne Menschen jubelten ihm zu. Der Vatikan war Europameister geworden.

Nachzulesen allesamt bei den Bierdeckelgeschichten. Tolle Sache, das.


2 Antworten auf “Kurzgeschichten in 140 Zeichen”


  1. 1 Moritz 27. Juni 2012 um 8:28 Uhr

    Kann man seine Teilnahme da irgendwie wieder finden?

  2. 2 Johannes Floehr 27. Juni 2012 um 16:30 Uhr

    Ja. Aber einfach ist es nicht. Eine Methode: Zufallsseite anzeigen lassen, dann mit der Suche des Browsers den gesuchten Namen eintippen, auf (richtige) Ergebnisse hoffen.

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