Die Kantine aus Holz « HerrSalami.de – Johannes‘ Blog.

Die Kantine aus Holz

Vor ein paar Tagen war ich in Bielefeld, habe dort gelesen und übernachtet. Dennoch habe ich auch die Zeit für einen Text gefunden. Er entstand gegen vier Uhr morgens in der Indie-Disco „Movie“ und ich möchte sagen, dass es erstaunlich ist, zu welchen Metaphern man zu dieser Uhrzeit fähig ist. Oder anders gesagt: zu welchen Metaphern man eben nicht mehr fähig ist. Alkohol und Müdigkeit: das RedBull des Künstlerhirns. Wir lesen nun also: „Die Kantine aus Holz“:


Die Kantine aus Holz


Ist er der Partyhut erst aufgesetzt, lässt sich das eigene Psymonym (gemeint ist wohl: „Pseudonym“) schnell ergründen. Auferlegte Musikinstanzen bestimmen das eigene Wackeln im Sekundentakt. Vier Achteln, drei Sechszehntel und schon lässt sich ein anderer verlorener Zampano auf die Mottenkiste ein. Wackel, wackel. Fern von jedem individuellen Gedanken streut sich das Vergasen jeder Gehirnzelle. Studenten feiern ihr Sein. Arbeitslose ziehen hilflos am Ende der Gesellschaft. Apostrophe bilden Gemeinschaften und erfinden den Satzbau der Moderne. Hintergrundlose Metaphern werden zu Hymnen und Gelfrisurträger schleppen sich von Bedeutung hin zum temporären Glück namens Uff-Uff-Bumm-Bumm. Der Sinn versteckt sich, gemeinsam mit seinem guten Gesellen Verstand, weit unter den Möglichkeiten und fristet ein Dasein im Schatten der Monopolbildung. Litschi wird klammheimlich zum Obst des Jahres. Ich beobachte und missachte.

Wahnsinn. Wenn ich das nächste Mal abends weggehe, werde ich auf Papier und Tintenroller verzichten.


2 Antworten auf “Die Kantine aus Holz”


  1. 1 Holz 06. Juni 2011 um 11:36 Uhr

    Okay alles soweit in Ordnung – verständlich, auch nüchtern – jedoch wieso „Die Kantine aus Holz“? :)

  2. 2 Olaf 14. Juni 2011 um 19:15 Uhr

    Die Frage mit der Überschrift habe ich mir auch gestellt, aber dafür gibt es bestimmt eine vernünftige Erklärung oder?

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