Das mit dem Kapitalismus ist undankbare Lethargie in diesen Tagen « HerrSalami.de – Johannes‘ Blog.

Das mit dem Kapitalismus ist undankbare Lethargie in diesen Tagen

Die Österreicher von „Ja, Panik“ sind nicht nur die einzigen Menschen der Welt, denen ich das Mischen von Deutsch und Englisch nicht übel nehme. Nein, sie sind mit ihrem aktuellen Album „DMD KIU LIDT“ (wahrscheinlich: Die Manifestation des Kapitalismus in unserem Leben ist die Traurigkeit) auch ganz heiße Anwärter auf den Titel „Langspielplatte des verdammten Jahres 2011″. Das Cover hielt ich erst für ungewöhnlich hässlich, denn es zeigt ein halbmilchiges Spiegelbild der eigenen Fresse. Nach mehrmaligem Anhören ergibt das erstaunlich viel Sinn. Ich bitte darum, sich das Titellied einmal komplett anzuhören:

Epochal! Das haut ins Maul. Am Ende verspricht der Sänger, dass noch Strophen kommen, an denen ihm „mehr als an allen anderen liegt“ – was auf dem Album folgt, ist minutenlange Stille. Clever. Falls irgendjemand auf dieser Welt gerade versucht, den Zeitgeist irgendwie musikalisch einzufangen: wird ganz schön schwierig, das hier zu toppen. Schapoh!