Hass ist ein Gefühl, welches man in der Pubertät lernt, abzulegen « HerrSalami.de – Johannes‘ Blog.

Hass ist ein Gefühl, welches man in der Pubertät lernt, abzulegen

Ich hasse alkoholfreies Bier, ich hasse Fotos mit Überblendungen, ich hasse Knorpel, ich hasse Witze am Fließband, ich hasse Kopfstände, ich hasse getrocknete Knete, ich hasse das doppelte Verwenden von Adjektiven wie zum Beispiel in „der nordisch-frische Kabeljau“, ich hasse die Grenzen der deutschen Sprache, ich hasse CDs mit Bonus-Liedern, ich hasse Kaputzenpullover ohne Reißverschluss, ich hasse Tiefkühlgemüse, ich hasse Spitznamen, die auf Partys entstanden sind, bei denen ich nicht dabei gewesen bin, ich hasse Sachen teilen mit Arschlöchern, ich hasse manchmal Grenzkontrollen, ich hasse Gläser mit Stiel und ich hasse leere Feuerzeuge, ich hasse Städte, die mir nicht gefallen haben, zum Beispiel Chemnitz, Hannover oder Duisburg, ich hasse Pauschalhass, ich hasse zu kurze Ladekabel, ich hasse Nachfragen, ich hasse Telefonieren, generell hasse ich ständige Verfügbarkeit, ich hasse, ich hasse, ichhassehassehasse, ich hasse Wiederlungen, ich hasse das generelle Ablehnen von FDP, McDonald’s und BILD, obwohl ich auch die hasse, aber das hintergrundlose Daumenrunter ist polemischer als jede Rede von Guido Westerwelle – weiter im Text – ich hasse T-Shirts mit Sprüchen, ich hasse den glitzernden Streifen oben auf den Tickets der Deutschen Bahn, ich hasse Pupsen ohne Geruch, ich hasse die Frau von der Pommesbude gegenüber, ich hasse mehr als drei Alliterationen auf einmal: „Alte ägyptische Armbrust ausprobiert, astrein!“ Hasshasshass, ich hasse Verkleidungen, ich hasse Teppichklopfer, ich hasse Geschichten aus der guten, alten Zeit, ich hasse Liebesgedichte von verliebten Teenagern, ich hasse Selbstunterschätzung, ich hasse die Menschen, die sich in Bus und Bahn ungefragt neben mich setzen, ich hasse Mario Barth, ja, ich hasse Mario Barth so sehr, aber ich hasse alle, die diesem unbegründeten Hass zustimmen, ich hasse „Mein Haus, mein Auto, mein Pferd“, ich hasse Schnitzel ohne Zitronen, ich hasse Stottern als Stilmittel, ich hasse Aufzählungen (nicht), ich hasse Ölwechsel, ich hasse das Wiederaufnehmen einer halbfertigen Arbeit, ich hasse Weckergeräusche, ich hasse Privatinsolvenzen, ich hasse das A und O, H&M, Alpha und Omega ich hasse Luftholen, ich hasse Snickers, Mars und Twix mini, ich hasse Sortieren, ich hasse vollgewichste Taschentücher, ich hasse Klamottenkaufen, ich hasse Katastrophenalarm, ich hasse Ausreden, Hass überall, aus der Nummer komme ich nie wieder heraus, das hasse ich!

Oh, und ich liebe Hasstiraden.


1 Antwort auf “Hass ist ein Gefühl, welches man in der Pubertät lernt, abzulegen”


  1. 1 robert 18. März 2011 um 14:27 Uhr

    es gibt absolut keinen Grund Hannover zu hassen!

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