In einem Hochhaus sollte man nicht „Licht“ heißen « HerrSalami.de – Johannes‘ Blog.

In einem Hochhaus sollte man nicht „Licht“ heißen

Er liegt in der Nachtigallstraße. In zwei Stunden ist hell und morgen ist Montag. Der Linfield FC ist neuer nordirischer Meister, die Freude ist groß, juhu. Wo liegt die Verbindung zwischen ihm und dieser Sportmeldung? Lasst es mich so erklären: bei „Malen nach Zahlen“ ist es unheimlich schwer, den Zeichner ein „E“ malen zu lassen, weil man dort den gleichen Weg mehrmals gehen müsste, was den Reiz abtötet. Würde ich also nun versuchen, den Zusammenhang zwischen Linfield und ihm zu erklären, so wäre ich auf einem „Malen nach Zahlen“-Bild wahrscheinlich sogar ein Vielfach-E, also besonders unmöglich und kniffelig, möglicherweise wäre ich das Wort „Erdbeere“. Der Mensch strebt stets danach, Antworten auf die absurdesten Fragen zu finden; gelernt haben wir dies bei Quizsendungen. Die einzige, endgültige Antwort wird abgelöst vom matschigen Antwortenpotpourri. Im Fokus steht die Suche nach der Antwort, nicht die Beantwortung der Frage. Hier muss man differenzieren: bereits die deutsche Sprache tut dies, denn hätten Suche und Beantwortung die selbe Bedeutung, hätte der liebe Gott nicht zwei Wörter dafür verwendet, denn der liebe Gott war ein sehr sparsamer Mensch. Nur ein einziges Kind („Jesus“) zu haben war in der dermaligen Zeit zum Beispiel äußert unüblich, was möglicherweise darauf schließen lässt, dass er von außergewöhnlicher Hässlichkeit oder Homosexualität geprägt war. Auf dieses Thema möchte ich aber nicht weiter eingehen, Christen sind bei sowas äußert sensibel.

Kehren wir zurück zum Liegenden auf der Straße. Ich beschließe just in diesem Moment, dass ich diese kleine Geschichte mit einem positiven und versöhnlichen Ende versehen möchte. Zuvor muss ich leider anmerken, dass der Liegende auch ein Toter ist. Es hat ihn erwischt, der Sensemann hat ihn besucht, er hat den Löffel abgegeben. Doch, und nun darf sich der Leser getröstet fühlen, er hatte Glück im Unglück, denn was kann es für eine Eintagsfliege Schöneres geben, als am einzigen Lebenstag einen Sonntag zu erwischen! Hurra! Der kleine Fliegenfreund musste heute nicht zur Arbeit! Und deswegen konnte er sich auch das entscheidende Meisterschaftsspiel des Linfield DC ansehen! Er war dabei, er hat alles gesehen! Live im Stadion! Was für ein kurzes, aber doch so erfülltes Leben.

(die großartige Überschrift habe ich bei Daniel geklaut.)


1 Antwort auf “In einem Hochhaus sollte man nicht „Licht“ heißen”


  1. 1 Tim L. 29. April 2010 um 23:35 Uhr

    Großartig, wie immer!

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