French fries, Chips, fries, french-fried potatoes, steak fries, wedges « HerrSalami.de – Johannes‘ Blog.

French fries, Chips, fries, french-fried potatoes, steak fries, wedges

Bofrost ist der weltweit größte Direktvertreiber von Tiefkühlkost und Eiscreme, steht zumindest wortwörtlich so bei Wikipedia. Aber ihre Mikrowellenpommes sind der unleckerste Rotz auf der Welt. Habe heute die geschätzt dritte Portion diesen Jahres von dem Fraß gegessen. Nur erträglich mit Ketchup, einer Prise Salz (was zum Teufel ist eine „Prise“?) und einem so starken Hungergefühl, dass es einem egal ist, was genau man frisst, hauptsache man tut es. So wie man in der dritten Welt Sand oder anderes Zeug verspeist, ihr wisst schon. Was sind meine Sorgen also vergleichbar klein, ich meckere auf hohem Niveau, aber Mikrowellenpommes sind nun mal der Sand des reichen, weißen Mannes. Man wird allerdings nicht wirklich satt, sondern nur fett dabei. Und dumm noch dazu, weil man beim Verzehr von diesem sogenannten Junk-Food zwangsläufig Privatfernsehen gucken muss. Scheint so ein geheimes Naturgesetz zu sein. Habe mich dann gewundert, dass es schon wieder eine neue Staffel „Bauer sucht Frau“ auf RTL zu bestaunen gab. Ist die letzte nicht gerade erst vorbei? Mir egal, ich guck den Scheiß immer gerne, sich darüber aufregen bringt doch sowieso nichts.

Dann war irgendwann Werbung und die Pommes waren weggefressen, also entschied ich mich für etwas Sinnvolleres. Ich nahm mir ein Buch. „Kaputt in Hollywood“, eine Kurzgeschichtensammlung von Charles Bukowski. Bukowksi, der so toll ist, dass ich seinen Namen hier noch zweimal erwähnen möchte: Charles Bukowski, Charles Bukowski. Großartiger Kerl. Lauter ehrliche, witzige amerikanische Fick- und Saufgeschichten, da kommt einem das eigene Leben immer so großstadtwichsrig vor, so öde, so ungeil; zu langweilig, um darüber ein paar Worte zu verlieren. Schade, dass heute Sonntag ist, bei Bukowski bekomme ich immer Lust auf eine Flasche Bier. Aber ich bin halt kein kaputter, alter Bukowski, ich bin nur eine arme Wurst mit Privatfernsehen und Pommes. Immerhin fühle ich mich gerade ganz gut dabei. Heute nichts mit mir und der Welt angefangen, aber trotzdem gute Laune, gut gut, wirklich. Gut, nicht wahr? Zum Abendessen gibt es eine Scheibe Brot mit Wurst.

(die Überschrift enthält die laut der englischen Wikpiedia geläufigen Bezeichnungen für Pommes.)


2 Antworten auf “French fries, Chips, fries, french-fried potatoes, steak fries, wedges”


  1. 1 Bing 01. Februar 2010 um 17:50 Uhr

    Ey Johannes, ey. Die Microwellenpommes habe ich gestern auch gefuttert. Ich finde die absolut in Ordnung. Kommen nicht ganz an die Burger King Pommes ran, aber besser als die von Mc Donalds.

  2. 2 Jens 02. Februar 2010 um 18:42 Uhr

    Ach Johannes.Du reisst da alte Wunden bei mir ganz tief auf. Die Fritten-Zeiten waren sehr schöne und doch vermisse ich sie nicht.

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