Man schreibt „Chance“, spricht es aber „Schongse“ « HerrSalami.de – Johannes‘ Blog.

Man schreibt „Chance“, spricht es aber „Schongse“

Früher habe ich mich über Chancen, die ich zu nutzen verpasst habe, geärgert. Es hätte doch, es könnte doch, ach was soll denn der ganze Scheiß. Egal wie großartig diese eine Chance doch gewesen sein mag, sie war garantiert nicht die beste und erst recht nicht letzte im Leben. Chancen kommen in unangekündigten Abständen immer wieder; man darf nur die Zeit zwischen ihnen nicht damit verbringen, die Hände vors Gesicht zu schlagen und zu jammern. Sonst sieht man möglicherweise die nächste Chance nicht vorbeiflitzen. Dann kann man sie nicht einfangen, ausprobieren und nutzen. Überhaupt, wer hat sich das überhaupt überlegt, das mit dem Nutzen. Was nützt mir diese Versicherung, was bringt mir dieser Telefonanbieter und was nutzt es, wenn ich morgens einen Bus früher nehme und eben nicht zu spät da erscheine, wo ich nützlich sein soll. Die Leute wollen immer das Maximale, sind nicht zufrieden mit weniger. Wenn ich an der Tankstelle an der Buschstraße tanke, dann spare ich pro Liter „Super bleifrei“ zwei Cent und das überschüssige Geld könnte ich in Obst und Gemüse vom Markt investieren!

Oder ich kaufe mir davon ein Bier, setze mich auf die Fensterbank und höre auf, über das Schlechte nachzudenken. Und ja, ich glaube, dass das für den heutigen Tag die bessere Alternative ist. An der Buschstraße ist nämlich gar keine Tankstelle und ich habe nicht mal einen Führerschein. Eine wunderbare Chance, sich mal wieder über sich selbst zu amüsieren. Ha! Da! Eine Chance! Und ich habe sie genutzt! Geht doch. Prost!


1 Antwort auf “Man schreibt „Chance“, spricht es aber „Schongse“”


  1. 1 Moritz 30. Januar 2010 um 18:21 Uhr

    Ich versuche in vielen Fällen nicht, das Maximale aus mir herauszuholen und ich finde, dass ich damit ganz gut laufe… einfach flutschen lassen, dann wird’s schon :)

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