Weihnachten schreibt man mit zwei „h“, also nicht „Weinachten“ schreiben « HerrSalami.de – Johannes‘ Blog.

Weihnachten schreibt man mit zwei „h“, also nicht „Weinachten“ schreiben

Endlich ist es wieder soweit, das von Coca Cola erfundene Weihnachtsfest steht, wie man sprichwörtlich so schön sagt, „vor der Tür“. Und: es kommt dieses Jahr auch nach Krefeld! In der ganzen Stadt, überall Nächstenliebe und Konsum, die zwei Hauptmerkmale von Weihnachten. Die Leute rennen jetzt mit dicken Einkaufstüten und roten Bäckchen von A nach B und manchmal hat man Glück und die Leute haben das Geschenk nicht einpacken lassen, dann kann man sehen, was Krefelder Kinder dieses Jahr unter dem Tannenbaum so erwarten dürfen. Irgendein Krefelder Kind bekommt das Piratenschiff von Playmobil. Hatte ich auch mal, Lego ist besser. Und irgendjemand Weibliches bekommt das neue Album von Robbie Williams geschenkt, oder der Herr im Plattenladen hat die CD heute für sich selbst gekauft, wovon wir hier mal nicht ausgehen wollen, es gilt ja noch die Unschuldsvermutung. Obwohl Robbie Williams eigentlich total okay ist, aber wir Jungs wissen ja, dass man sich mit solchen CDs im Freundeskreis total zum Hannes macht.

Der Krefelder Weihnachtsmarkt ist auch mal wieder langweilig wie eh und je. Während man den Glühwein am Glühweinstand konsumiert, wird man von der Glühweinstandfrau permanent fies angeguckt; ich fürchte, sie fürchtet, dass man mit der Glühweinstandtasse abhauen könnte, ohne die dafür geforderten zwei Euro auf den Tisch zu legen. Der Glühwein schmeckt eher so semitoll und die Tasse würde ich maximal geschenkt nehmen. Hab artig gezahlt, mich wieder aufs Rad gesetzt und habe fast die Frau umgefahren, die an einer der rund vierhundert Fressbüdchen Reibekuchen kaufen wollte. Bin aber noch ausgewichen. Ist ja bald Weihnachten.


6 Antworten auf “Weihnachten schreibt man mit zwei „h“, also nicht „Weinachten“ schreiben”


  1. 1 Muriel 26. November 2009 um 21:19 Uhr

    Interessant, dass ausgerechnet du die Formulierung „total zum Hannes macht“ verwendest.
    Und Lego ist doof, das ist was für überambitionierte Streber. Tumbe und faule Konsumkinder wie ich haben Spaß mit Playmobil, da ist alles schon fertig, nix mit Selberbauen und so, einfach auspacken und losspielen. So geht das.

  2. 2 Johannes 26. November 2009 um 21:24 Uhr

    Das mit dem „Hannes“ war bewusst, schmunzelschmunzel.
    Lieber Legostreber als Konsumkind!

  3. 3 Muriel 26. November 2009 um 21:29 Uhr

    Ich würde darauf jetzt gerne irgendwie eine eloquente und messerscharfe Replik schreiben.
    Aber das ist mir zu mühsam.

  4. 4 Moritz 26. November 2009 um 23:49 Uhr

    Ich hab ja mit beidem „gezockt“ – Lego und Playmobil. Habe eigentlich auch nie Lust auf den Weihnachtsmarkt und die Schafe mit den rosa Markierungen auf dem Fell, die Ochs und Esel und die Hirten und Josef und Jesus und Mario und dire heiligen drei Könige darstellen sollen, aber irgendwie gehe ich doch jedes Jahr einmal hin, um mir die Unterwäsche dort anzugucken… denn wenn man so über Weihnachtsmärkte schlendert, dann denkt man sich einfach nur noch „BHs = Würstchenbude – Hutverkäufer“… oder so.

  5. 5 pu238 27. November 2009 um 17:07 Uhr

    Ach herrlich.
    Der Eintrag, die Kommentare.
    Alles zusammen ein raffiniertes Paket
    das mich froh macht dem Link zu diesem Blog gefolgt zu sein.
    Es ist ein fantastisches Gefühl mal wieder vorm Internet zu sitzen und dabei das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht zu bekommen.
    Thanks a lot, you made my day!
    Auch ich liebe Weihnachten. Ich habe dann immer ein so schönes zufriedenes und befreites Allgemeinbefinden, -wenns endlich vorbei ist.

  6. 6 Charlotte 28. November 2009 um 22:21 Uhr

    Och man. Das mit zum Hannes machen wollte ich sagen. Wie in der Schule.

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