So gefallene Sätze [Blogparadenbeitrag] « HerrSalami.de – Johannes‘ Blog.

So gefallene Sätze [Blogparadenbeitrag]

Heiter, heiter, immer weiter! So war mein Motto in diesen dunklen Tagen. Die Wolken sahen zuletzt immer wieder aus wie dreckige Schäfchen, gar nicht mehr so süß wie man sie aus dem Sommer gewohnt war. Leider nur, haha, mäh-ßig schön bei diesem Wetter auf der Terrasse zu sitzen und in meinen dicken Illustrierten zu blättern. Dennoch ging es nun schon tagein tagaus so. Morgens aus dem Bett fallen, den Vormittag mit Kaffee und Heuchelei über die Wupper bringen, um dann mittags dumme Sachen zu machen. So habe ich mal einen Böller angezündet und war so aufgeregt, dass ich das Feuerzeug weggeschmissen habe und den Böller in der Hand behielt. Man tat das weh. Aber das ist eine andere Geschichte. Eigentlich hatte auch heute vor, ein bisschen positive Energie in die Gesellschaft zu senden. Heiter heiter und so weiter, oder so ähnlich, siehe erster Satz.

Ey, man, kann man eigentlich 1 durch 3 teilen? Wie spät ist es gewesen, als ich letzte Nacht aufgewacht bin? Wieso, weshalb und vor allem: warum? Wer nicht fragt bleibt dumm?! Gedanken fliegen durch den Kopf, tun weh und verursachen tiefe Depressionen. Depressionen sind scheiße, niemand mag sie, abgesehen von ein paar Dauer-Deprimierten, die es zu ihrer Berufung gemacht haben, traurig durch die Fußgängerzone zu wandern und sich selbst zu bemitleiden. Traurig, traurig. Aber nun gut, Geschmack ist halt auch Geschmackssache. Lustig finde ich zum Beispiel die Kinder, die man ebenfalls in der Fußgängerzone sieht und ständig und anständige Dinge wie „ficken“ oder „Spasti“ sagen. Nette kleine Gestalten, hihi. So jung und schon so verzogen! Der ein oder andere sollte sich eine Scheibe abschneiden von diesen neunjährigen Sprach-Revoluzzern. Es heißt nicht ohne Grund Wortschatz, schätze ich.

Manchmal werde ich aber auch ein bisschen böse. Wenn zum Beispiel jemand auf der Straße seinen Hund spazieren führt und die dann mal müssen. Es gibt ja neuerdings diese Folien-Dinger, mit denen man die Exkremente von seinem Wauwau aufsammeln und entsorgen kann. Die finde ich immer sehr schlimm und entwürdigend. Also für den Hund jetzt. Denn im Biologie-Unterricht habe ich mal gelernt, dass die Hunde so ihr Revier markieren. Und das ist dann ja schon eine Art von Eindringen in die Privatsphäre. Vielleicht wende ich mich deswegen mal an den Verfassungsschutz. Oder ich mache eine Hunde-Partei auf, obwohl ich eher der Katzen-Gutfinder bin. Übrigens habe ich mal gehört, eine Katze erträgt es nicht, in der Nähe ihrer eigenen Exkremente zu sein. Also markieren Katzen dadurch vielleicht nicht das eigene, sondern das fremde Revier. Es ist an der Zeit, das einmal wissenschaftlich zu erforschen. Würde ich ja eigentlich gern selbst machen, aber nö, weil.

Aber bei Tieren bekomme ich generell immer Muttergefühle. Oder Vatergefühle, eher, aber ich glaube, dieser Ausdruck ist nicht so geläufig; ihr versteht schon, hm. Wichtig ist ja, dass man sich lieb hat und so. Mit Tieren kann man voll super kuscheln und weil sie meistens kleiner sind als man selbst, können sie sich kaum vernünftig wehren. Zugegeben, nicht sonderlich nett so ein possierliches kleines Dings feste an sich zu drücken, aber da man das bereits im Kindesalter mit Kuscheltieren vorgelebt bekommt, ist das wohl von der Natur so gewollt. Aber es gibt ja ein Tier, das ist überhaupt nicht mag. Das Pferd, von manchen nur „Hühott“ oder „Brrrr!“ genannt. So ein Pferd kann nur springen, sich die Haare kämmen lassen und in der „Wendy“ sein. Und wenn man es als Reitobjekt zu Ende benutzt hat, kann man es nicht mal als lecker Steak wiederverwenden. Na gut, kann man prinzipiell schon, aber Schwein, Huhn oder Fischstäbchen schmecken einfach viel besser. Wo liegt also der Sinn dieses Tieres, wenn man es nicht zu PommesMayoKetchup verspeisen kann?! Na?! Das Pferd muss raus!

Hm, ich muss gleich noch ein bisschen Holunderblütentee (beste wo gibt!) erwerben, deswegen muss ich diesen Eintrag jetzt hier auch irgendwie abschließen. Ich wollte ja eigentlich irgendwas Positives schreiben, aber letztlich dreht sich dieser Text jetzt nur um schlechtes Wetter, „ficken“ und aggressiven Pferde-Hass. Aber das ist schon okay, finde ich. Besser als Berufs-Depressionen, Katzen-Schlechtfinder oder Krieg.

(dies hier ist mein Beitrag zur Blogparade vom guten uiuiuiuiuiuiui, die ihr euch hier ansehen könnt. Und doch, Pferde sind eigentlich ganz okay, aber ich musste diesen Satz eben irgendwie unterbringen, okay?)


5 Antworten auf “So gefallene Sätze [Blogparadenbeitrag]”


  1. 1 Moritz 14. Mai 2009 um 17:03 Uhr

    Schön beknackt, so mag ich das :)

  2. 2 Manuel 24. Juni 2009 um 20:37 Uhr

    genialer Beitrag zu meiner Blogparade, muss ich schon sagen!

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